Grünen-Spitzenpolitiker gehen auf Distanz zu Beck

Kretschmann sieht wegen Drogen-Vorwürfen "schweres Fehlverhalten

Nach den Drogenvorwürfen gegen den Grünen-Politiker Volker Beck sind Spitzenpolitiker der Partei auf Distanz zu dem Abgeordneten gegangen.

Berlin - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warf Beck am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin" ein "schweres Fehlverhalten" vor.

Er gehe aber davon aus, dass sich die Angelegenheit nicht auf die baden-württembergische Landtagswahl am 13. März auswirken wird, sagte Kretschmann. Er könne nur hoffen, dass das "Fehlverhalten nicht auf alle übertragen wird".

Grünen-Chef Cem Özdemir begrüßte Becks Rückzug von seinen politischen Ämtern. Beck habe "schnell die Konsequenzen gezogen, das ist bei der Schwere der Vorwürfe auch angemessen", sagte Özdemir dem Sender N24. Er hoffe nun darauf, dass sich die Angelegenheit schnell aufkläre.

Für die Grünen sei der Rückzug Becks allerdings auch ein Verlust, räumte Özdemir ein. Grundsätzlich sei so etwas "menschlich bedauerlich für jeden Kollegen".

Beck hatte am Mittwoch seine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe abgegeben. Am Abend zuvor waren bei ihm bei einer Polizeikontrolle in Berlin offenbar Drogen gefunden worden. Laut einem Medienbericht soll es sich dabei um Crystal Meth handeln.

(xity, AFP)