Grünen-Kanzlerkandidatin äußert sich selbstkritisch zu Fehlern im Wahlkampf

Baerbock: "Das schmerzt mich sehr"

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat sich selbstkritisch zu ihren Fehlern im Bundestagswahlkampf geäußert.

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat sich selbstkritisch zu ihren Fehlern im Bundestagswahlkampf geäußert. "Manches hat in den vergangenen Wochen gelitten, weil ich nicht alles richtig gemacht habe und das schmerzt mich sehr", sagte Baerbock dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe). Zu den Vorwürfen rund um ihr Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern", räumte sie ein: "Ich habe da an einigen Stellen nicht genau genug gearbeitet."

Die Kritik an ihren Fehlern im Wahlkampf lasse sie nicht kalt, betonte die Spitzenkandidatin. "Es gibt gute Tage und Tage, an denen man denkt, Mensch, hätte besser laufen können." Aus Angst vor weiteren Fehlern wolle sie sich aber nicht verstecken, betonte Baerbock: "Wir sind keine Roboter. Ich mache Politik als Mensch, aus der Lebenswirklichkeit der Menschen heraus. Und dabei möchte ich bleiben".

Die Grünen waren zuletzt wegen einer Reihe von Vorwürfen gegen Baerbock unter Druck geraten. Sie hatte Nebeneinkünfte verspätet nachmelden müssen, zudem musste ihr im Internet veröffentlichter Lebenslauf korrigiert werden. Schließlich warf ihr ein Plagiatsjäger vor, in ihrem jüngst veröffentlichten Buch Passagen aus anderen Quellen übernommen zu haben, ohne dies zu kennzeichnen.

© 2021 AFP