17.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Grünen-Chefin verteidigt Null-Promille-Vorstoß

Grünen-Chefin verteidigt Null-Promille-Vorstoß

Peter: Alkohol und Autofahren passt nicht zusammen

Grünen-Chefin Simone Peter hat den Vorstoß aus ihrer Partei für eine Null-Promille-Grenze für Autofahrer verteidigt.

Berlin - Häufig dominiere die Fehleinschätzung, "sich mit ein, zwei Gläsern Wein noch ans Steuer setzen zu können", sagte Peter der "Welt am Sonntag". Deshalb sagten die Grünen: "Alkohol und Autofahren, das passt nicht zusammen." Es gebe immer noch viel zu viele Verkehrstote.

"Wer trinken will, soll trinken und dann andere fahren lassen, den Bus nehmen oder sich mit Freunden auch einmal ein Taxi teilen", sagte Peter. Kritik, die Grünen würden mit dem Vorstoß ihren Ruf als Partei der Reglementierung und Überwachung festigen, wies sie zurück. Sie habe "amüsiert zur Kenntnis genommen, welches Mäntelchen manche versucht haben, uns umzuhängen". Überwachung sei dabei aber wirklich Unsinn. Niemand kämpfe so wie die Grünen für den Schutz der Privatsphäre. "Aber bei völliger Freiheit statt Reglementierung wäre im Autoverkehr die Hölle los", sagte Peter.

In Deutschland gilt bislang die 0,5-Promille-Grenze. Nur Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren dürfen keinen Alkohol getrunken haben, wenn sie sich ans Steuer setzen. Der Vorstoß der Grünen hatte eine neuerliche Debatte über die Grenze ausgelöst. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sah keinen Änderungsbedarf.

(xity, AFP)


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