Grüne: Merkel soll in Japan für Energiewende werben

Kanzlerin soll Alternativen zu Atomstrom aufzeigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll nach Ansicht der Grünen ihre Reise nach Japan nutzen, um in dem asiatischen Inselstaat für eine Energiewende zu werben.

Berlin - Merkel könne am Beispiel Deutschland aufzeigen, "welche Chancen erneuerbare Energien als Alternative zum Atomstrom bieten", sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting-Uhl, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Japan habe "unglaublich gute Voraussetzungen für das Gelingen einer Energiewende ? viel bessere noch als Deutschland", sagte Kotting-Uhl der Zeitung mit Verweis auf günstige Bedingungen für Windkraft. Es sei wichtig, dass die Kanzlerin den Japanern Chancen aufzeige und die Unterstützung Deutschlands bei einer Energiewende zusage. Merkel beginnt am Montag einen zweitägigen Japan-Besuch. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Essen mit Vertretern japanischer Finanzorganisationen sowie Treffen mit Kaiser Akihito und Regierungschef Shinzo Abe.

Japan hatte nach der Katastrophe von Fukushima vor vier Jahren den Atomausstieg beschlossen, diese Entscheidung später aber wieder zurückgenommen. Die Kosten für den Import fossiler Energieträger wie Kohle, Gas oder Öl waren zuletzt extrem gestiegen, auch das belastet die Wirtschaft des ostasiatischen Landes.

(xity, AFP)