Gründung einer 5. Gesamtschule in Krefeld

Elternbefragung läuft

Der Rat der Stadt Krefeld hatte beschlossen, mit einer Befragung bei Eltern von Grundschulkindern zu überprüfen, ob es Bedarf für eine weitere Gesamtschule in Krefeld gibt.

Krefeld - Befragt werden jetzt die Eltern der Kinder in den zweiten und dritten Klassen. Sie haben die Fragebögen über die Grundschulen erhalten und sind gebeten, den ausgefüllten Fragebogen ihren Kindern bis spätestens zum 16. April wieder mit in die Schule zu geben. Pro Frage soll eine Antwort angekreuzt werden. Die Befragung ist selbstverständlich anonym. Die Schulverwaltung hatte den Eltern zuvor Informationsveranstaltungen angeboten. Wer diese nicht besuchen konnte hat jetzt noch die Möglichkeit, Informationen im Internet zu erhalten. Die Präsentation ist hier zu finden: https://www.krefeld.de/de/schule/elternbefragung-in-krefelder-grundschulen/.

Sollte die Auswertung der Befragung eine ausreichende Nachfrage für eine neue Gesamtschule ergeben, wird diese voraussichtlich zum Schuljahr 2016/2017 eingerichtet. Der konkrete Standort der neuen Gesamtschule wird jedoch erst nach der Elternbefragung festgelegt werden. Nach derzeitigem Diskussionsstand ist vorgesehen, im Zuge der Neugründung einer Gesamtschule die verbleibenden beiden Hauptschulen sowie eine Realschule auslaufend zu schließen. Das bedeutet, dass die bisher diese Schulen besuchenden Kinder auch bis zum Abschluss ihrer Schulzeit den gewählten Bildungsgang weiter besuchen werden. Die Schließung der Hauptschulen berücksichtigt deren mehrfach geäußerten Wunsch. Die Schließung einer Realschule ist notwendig, weil zum einen die räumlichen Voraussetzungen an keiner der Hauptschulen ausreichen, um dort eine Gesamtschule zu errichten und zum anderen eine weitere Gesamtschule nur unter Beteiligung der ansonsten die Realschule besuchenden Schüler pädagogisch sinnvoll zu errichten ist.

Eine fünfte städtische Gesamtschule müsste ähnlich wie die Gesamtschule Uerdingen horizontal gegliedert werden (alle Parallelklassen mehrerer Jahrgänge befinden sich an einem Standort, alle Klassen der anderen Jahrgänge an einem anderen). In Frage kommen hierfür nach derzeitigem Diskussionsstand in Oppum/Bockum die Gebäude Schmiedestraße 98 (Realschule Oppum) und Rote-Kreuz-Straße 25 (Stephanusschule) sowie in Fischeln die Gebäude Von-Ketteler-Straße 31 (Freiherr-vom-Stein-Realschule) und Hafelsstraße 41 (Josef-Hafels-Schule).

Maßgebliche Kriterien für die Standortbestimmung einer eventuellen weiteren Gesamtschule werden sein: räumliche Voraussetzungen und sich daraus ergebende notwendige Investitionsmaßnahmen, Gebäudezustand, Nutzungsoptionen für die auslaufenden Schulgebäude, Entfernung und Erreichbarkeit der Standorte untereinander (darf keinen zusätzlichen Lehrerstellenbedarf begründen), Schülerzahlprognosen, zu erwartende Wechselwirkungen mit anderen Schulen, Verkehrsanbindung ÖPNV, eine Postleitzahl-bezogene Auswertung der Elternbefragung, gegebenenfalls Empfehlungen der Schulaufsicht sowie die Stellungnahmen der betroffenen Schulen.