20.04.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Große Koalition rückt Vollbeschäftigung ins Zentrum ihrer Tätigkeit

Große Koalition rückt Vollbeschäftigung ins Zentrum ihrer Tätigkeit

Beratungen zur Arbeitsmarktpolitik zum Auftakt von Kabinettsklausur

Die große Koalition will das Ziel der Vollbeschäftigung ins Zentrum ihrer Tätigkeit rücken.

Die große Koalition will das Ziel der Vollbeschäftigung ins Zentrum ihrer Tätigkeit rücken. Zum Auftakt der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg am Dienstag sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Hubertus Heil (SPD), die Digitalisierung bringe neue Arbeit. Die Menschen müssten aber die Chance bekommen, diese auch anzunehmen.

Als eine der ersten Aufgabe bezeichnete es Heil, eine "Brücke von Teilzeit in Vollzeit" zu bauen. Die große Koalition plant ein Gesetz zur Befristung von Teilzeit, das den Betroffenen die Rückkehr in Vollzeit ermöglichen soll. Als weitere Aufgaben nannte es Heil, den Bedarf an Fachkräften zu decken, wofür es unter anderem bessere Weiterbildungsmöglichkeiten geben solle. Schließlich müsse auch für faire Löhne und Arbeitsbedingungen gesorgt werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verwies auf das anhaltend gute Wirtschaftswachstum und das Entstehen neuer Arbeitsplätze. "Wir wollen, dass das so bleibt", sagte er zum Auftakt der Klausur. Der Wohlstand solle gemehrt werden, zudem müsse Deutschland seine Interessen vertreten. Er verwies dabei auf den Handel und die offenen Märkte.

Die Kabinettsrunde hatte auch mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Artgeberpräsident Ingo Kramer über die Arbeitsmarktpolitik beraten. Es habe eine "sehr sachliche Diskussion" gegeben, sagte Altmaier.

Heil lobte das Klima bei den Beratungen in Meseberg. Es sei ein "sehr guter Auftakt" mit einer "guten Debatte" gewesen.

Ziel der bis Mittwoch andauernden Beratungen unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist es auch, die jüngsten Verstimmungen in der großen Koalition auszuräumen. Diese waren unter anderem durch Äußerungen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Hartz IV und der von Innenminister Horst Seehofer (CSU) angestoßenen Islam-Debatte entstanden.

© 2018 AFP


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