16.07.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Große Koalition gibt deutlich mehr Geld für Werbung in eigener Sache aus

Große Koalition gibt deutlich mehr Geld für Werbung in eigener Sache aus

Etat für Öffentlichkeitsarbeit seit 2014 um mehr als 60 Prozent gestiegen

Die Große Koalition hat ihre Ausgaben für Werbung in eigener Sache seit 2014 erheblich gesteigert.

Berlin - Gaben die 16 Bundesministerien im Jahr 2014 noch 26,3 Millionen Euro für Öffentlichkeitsarbeit aus, liegt der Etat dafür in diesem Jahr bereits bei 42,8 Millionen Euro - ein Plus von 63 Prozent: Dies geht aus einer Aufstellung der Bundesregierung auf Anfrage der FDP hervor, aus der das "Handelsblatt" am Dienstag zitierte.

Die größte prozentuale Steigerung gab es demnach bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, deren Etat in den vergangenen sechs Jahren von 21.000 auf 322.000 Euro stieg. Hohe Zuwächse verzeichneten auch das Bundesgesundheitsministerium mit einem Anstieg von 80.000 auf 459.000 Euro und das Justizministerium, dessen PR-Ausgaben von 271.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro zulegten.

Den mit weitem Abstand größten PR-Etat hält das Bundesarbeitsministerium mit 11,1 Millionen Euro. In der Aufstellung berücksichtigt sind laut "Handelsblatt" 14 Bundesministerien und zwei Bundesbeauftragte.

FDP-Vizefraktionschef Christian Dürr kritisierte die Ausgaben: "Mit mehr Geld für PR versucht die Große Koalition vergeblich, schlechte Politik schön zu verpacken", sagte er der Zeitung. "Statt Steuergelder für irrsinnige Werbemaßnahmen wie das Grundrenten-Video des Arbeitsministeriums zu verschwenden, sollten Union und SPD endlich richtige Prioritäten setzen und sich auf die wesentlichen Zukunftsfragen konzentrieren."

(xity, AFP)


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