Gröhe sieht derzeit keine Ebola-Gefahr für Deutschland

EU erwägt offenbar Militäreinsatz in Ebola-Gebieten

Die Notfallpläne für den Umgang mit Erkrankten würden regelmäßig geübt.

Berlin - Trotz der zunehmenden Zahl von Ebola-Fällen außerhalb Afrikas sieht Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) derzeit keine Gefahr für Deutschland. "Unser Gesundheitssystem ist sehr gut aufgestellt, deshalb muss sich niemand in Deutschland Sorgen machen", sagte Gröhe der "Rheinischen Post". Die Notfallpläne für den Umgang mit Erkrankten würden regelmäßig geübt. Zudem verfüge Deutschland über "hervorragend ausgestattete Behandlungszentren", die auf den Umgang mit hoch ansteckenden Krankheiten spezialisiert seien.

Gröhe lobte zugleich die Umsichtigkeit der Länder, die in Deutschland für den Infektionsschutz zuständig sind. Sie hätten bei allen bisherigen Verdachtsfällen "professionell gehandelt" und "jede denkbare Ansteckung durch eine rechtzeitige Isolierung" verhindert.

Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" erwägt die EU eine Militäroperation in den Ebola-Gebieten Westafrikas. Dabei sollen dem Blatt zufolge europäische Soldaten in den betroffenen Regionen Krankenstationen aufbauen und anschließend militärisch sichern. Entsprechende Überlegungen stellte der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) unter Leitung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton dem Bericht zufolge den EU-Botschaftern vor.

(xity, AFP)