Grippe-Virus löste Seehundsterben in der Nordsee aus

Behörde sieht Bestand aber nicht gefährdet

Ein Grippe-Virus ist nach Erkenntnissen von Tierärzten für den Tod ungewöhnlich vieler Seehunde an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste verantwortlich.

Tönning - Bei einem großen Teil der von den Experten untersuchten Tiere sei ein entsprechender Erreger gefunden worden, teilte der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Tönning mit. In den kommenden Wochen würden die Fachleute das Virus weiter untersuchen, um dessen Eigenschaften kennenzulernen.

Nach Angaben der Nationalpark- und Küstenschutzbehörde wurden auf den Nordseeinseln Sylt, Helgoland, Föhr und Amrum bisher 350 betroffene Tiere gefunden. Der Bestand sei durch die Krankheitswelle nicht gefährdet, betonte Detlef Hansen, der Leiter der schleswig-holsteinischen Nationalparksverwaltung. "Wir gehen davon aus, dass die Seehundgrippe ein natürlicher Vorgang ist." An den Küsten Schleswig-Holsteins leben etwa 12.000 Seehunde, in der gesamten Nordsee sind es rund 40.000.

(xity, AFP)