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Gregor Gysi setzt auf Rot-Rot-Grün nach 2017

Fraktionschef deutet Einlenken bei Auslandseinsätzen an

Linken-Fraktionschef Gysi will nach der Wahl 2017 eine rot-rot-grüne Koalition bilden.

Berlin - Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hat seine Partei aufgerufen, sich auf die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition nach der Bundestagswahl 2017 vorzubereiten. "Wir kommen nicht über zehn Prozent hinaus, wenn wir sagen: Die Linke will ewig in der Opposition bleiben", sagte Gysi der Berliner "tageszeitung". Die Linke solle daher möglichst schon jetzt beginnen, mit SPD und Grünen über eine Mitte-Links-Regierung zu sprechen.

Gysi deutete in diesem Zusammenhang auch ein Einlenken in der heiklen Frage von Bundeswehr-Auslandseinsätzen an, die die Linke bislang strikt ablehnt. Zwar sei richtig, dass sich die Linke strikt gegen Kriegseinsätze ausspreche, "wir könnten aber darüber reden, um welche Einsätze es vor allem geht". Details zu möglichen Zugeständnissen nannte Gysi allerdings nicht.

Der Fraktionschef will auf dem Linken-Parteitag am Wochenende in Bielefeld eine Grundsatzrede halten. Dabei dürfte er sich auch zu seiner persönlichen Zukunft äußern. Im Herbst wählt die Linken-Fraktion im Bundestag einen neuen Vorstand. Gysi hat bislang offen gelassen, ob er erneut antritt.

(xity, AFP)


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