Gewinner des Sparda Jazz Award stehen fest

Bodosapiens belegen den 1. Platz

Wenn sich Düsseldorf bei der 24. Jazz Rally vom 12.-15. Mai erneut in eine swingende und tanzende Stadt verwandelt, sind auch die drei Gewinner des Sparda Jazz Awards 2016 dabei.

Düsseldorf - Die diesjährigen Preisträger sind: Bodosapiens (1. Platz), Simplicity Quintet (2. Platz) sowie Of Cabbages and Kings (3. Platz). Eine Experten-Jury um Jazzlegende Klaus Doldinger wählte aus den Bewerbungen die Gewinner aus. Die drei Bands sind auf der Sparda-Bank Open-Air-Bühne am Marktplatz während der Rally live zu sehen.

Die Stiftung der Sparda-Bank West fördert seit 2004 in Nordrhein-Westfalen systematisch Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur und Soziales und hat den Jazz-Wettbewerb initiiert, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal ausgeschrieben wird. Ursula Wißborn, Vorstand der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales: "Gerade für den Jazz-Nachwuchs sind Projekte, die Liveauftritte vor Publikum ermöglichen, enorm wichtig. Renommierte Auszeichnungen sind für junge Bands häufig ein musikalisches Karriere-Sprungbrett." Bestes Bespiel hierfür ist der Gewinner des Sparda Jazz Awards 2014, der Ausnahmesaxophonist Jan Prax, der inzwischen weitere renommierte Preise gewonnen hat (z. B. 1. Platz beim ?Czech Jazz Contest? in Prag) und bereits auf internationalen Festivalbühnen wie Jazzablanca Festival in Marokko und Lotos Jazz Festival in Polen begeistern konnte. Jan Prax wird am 14. Mai im Palais Wittgenstein live zu sehen sein.

Die diesjährigen Gewinner, Bodosapiens, konnten die Jury mit ihren frischen, unbekümmerten, gleichzeitig aber auch professionellen Eigenkompositionen überzeugen. "Bodsapiens geht mit Talent und Humor hochmotiviert ans Werk", sagt Klaus Doldinger, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag mit einem außergewöhnlichen Jubilee Concert im Rahmen der Jazz Rally feiert. "Das Trio beweist, dass die musikalische Qualität der Bewerbungen beim Sparda Jazz Award insgesamt von Jahr zu Jahr steigt - das macht es der Jury zunehmend schwieriger, eine Entscheidung zu treffen."

Die drei Gewinner im Überblick:

Bodosapiens (1. Platz): So., 15. Mai, 19.30 - 21.00 Uhr
Die drei Köpfe von Bodosapiens, Pianist Aaron Seitz, Bassist Yannik Tiemann und Drummer Jo Beyer, sind sowohl kompositorisch als auch spielerisch gleichberechtigt, gleich stark, gleich eigenwillig ? und gleich verschieden. Auf erfrischende Weise stellt sich Bodosapiens der Nischeneinordnung quer und weiß trotzdem seine Vorfahren mit hartem Swing zu würdigen. Im Vordergrund: Das Zusammenspiel, die Kommunikation. Die drei verständigen sich wie aus einem Munde, mal provokant und konfrontationsfreudig, aber stets musikalisch und aufeinander hörend.

Simplicity Quintet (2. Platz): Sa., 14. Mai, 20.30 - 22.00 Uhr
Die fünf jungen Kölner verbindet ihre glühende Spielfreude, die auch in ihren energiereichen Eigenkompositionen erkennbar ist. Ihre Offenheit, neue Wege zu gehen, zeigt sich auch in der Bandbreite ihres Schaffens. Ob in Bigbands wie dem BuJazzO und der WDR Bigband oder in kleineren Besetzungen mit Musikern wie Florian Ross und Pablo Held - das Simplicity Quintet passt sich immer adäquat an und verleiht jedem musikalischen Kontext seine eigene Sprache.

Of Cabbages and Kings (3. Platz): Fr., 13. Mai, 21.00 - 22.00 Uhr
Of Cabbages and Kings überrascht durch eine unkonventionelle Besetzung, bestehend aus vier erfahrenen Jazz-Sängerinnen und einem hervorragenden Klaviertrio. In diesem außergewöhnlichen Rahmen experimentieren sie mit den verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Instrumente und Stimmen: Von freier Bandimprovisation zu vorgefertigten Linien, von acapella-Arrangements bis hin zur Stimme als reines Begleitinstrument für die Band.