Gewerkschaften fordern mehr Hilfe für Alleinerziehende

Unterstützung für Schwesig im Streit um Leistungen

Im Streit um höhere Leistungen für Familien haben Kirchen und Gewerkschaften mehr Hilfe für Alleinerziehende gefordert.

Berlin - Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der katholischen Bischofskonferenz und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) plädierten im "Tagesspiegel" dafür, Alleinerziehende besser zu unterstützen. Sie stellten sich damit auch hinter Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD).

Die Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sehen eine Kindergelderhöhung um vier Euro monatlich im laufenden und weitere zwei Euro im kommenden Jahr vor. Die von Schwesig geforderte weitere Erhöhung von Kindergeld und zusätzlichen Leistungen für Alleinerziehende lehnt der Finanzminister ab.

Der EKD-Bevollmächtigte Martin Dutzmann forderte nun im "Tagesspiegel", das Gesetzgebungsverfahren solle dafür genutzt werden, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende anzuheben. Der Leiter des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, erinnerte daran, dass der Freibetrag seit Einführung im Jahr 2014 trotz gestiegener Lebenshaltungskosten nicht angehoben worden sei. Daher sei eine Anhebung "geboten". DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte, die Debatte müsse genutzt werden, um "Alleinerziehende und ihre Kinder besser zu unterstützen".

(xity, AFP)