Gewerkschaft der Polizei kritisiert CDU-Wahlplakat mit unechter Polizistin

Radek: Parteien sollten nicht mit "Fake-Polizisten" werben

Die CDU zieht mit dem Motto "Deutschland gemeinsam machen" in den Wahlkampf zur Bundestagswahl Ende September.

Mit heftiger Kritik hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf ein CDU-Wahlplakat reagiert, das eine als Polizistin verkleidete Mitarbeiterin der Parteizentrale zeigt. "So wie Polizisten nicht in Uniform auf Parteiversammlungen gehen dürfen, sollten Parteien auch nicht mit Fake-Polizisten in unserem Outfit für sich werben", sagte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Jörg Radek der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch.

"Wir sind für alle Bürger da, nicht die Garnitur für Wahlprogramme, auch nicht die von Polizeifreunden", betonte Radek. Er fügte hinzu: "Ohne Begleittext 'Achtung! Wahlwerbung!' kann das auch strafbar sein."

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hatte am Dienstag die Wahlkampfkampagne der Partei zur Bundestagswahl vorgestellt. Die Auswahl der Foto-Modelle begründete er dem Bericht zufolge damit, dass die Produktion der Plakate unter Corona-Bedingungen stattfinden musste.

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