19.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gewerkschaft: 2500 neue Mindestlohn-Kontrolleure nötig

Gewerkschaft: 2500 neue Mindestlohn-Kontrolleure nötig

Dewes fordert sofortigen Beginn der Ausbildung

Die Deutsche Zollgewerkschaft hat an die Politik appelliert, tausende neue Stellen zu schaffen, um die Einhaltung des Mindestlohns kontrollieren zu können.

Berlin - Der Vorsitzende der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft, Dieter Dewes, hat mehr Personal für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit gefordert, um künftig den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn kontrollieren zu können. "Nach meinen Berechnungen benötigen wir für die Überwachung und Kontrolle des Mindestlohns zwischen 2000 und 2500 neue Stellen", sagte Dewes dem "Tagesspiegel am Sonntag". Es sei "höchste Zeit, jetzt mit dem Ausbilden des Personals zu beginnen." Andernfalls könne er nicht versprechen, dass die Kontrolle funktioniere, wenn der flächendeckende Mindestlohn Anfang 2017 endgültig greife.

Dewes ist einer der Sachverständigen bei der Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit zum Mindestlohn-Gesetz am Montag. Bei der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns rechnet die Zollgewerkschaft mit einem "erheblichen Anstieg" der Scheinselbständigkeit. Gerade bei kleinen Unternehmen sei zu befürchten, dass Beschäftigte entlassen und als Scheinselbständige mit Werkverträgen wieder beschäftigt würden. Diesem absehbaren Missbrauch solle der Gesetzgeber rechtzeitig entgegen wirken – und nicht erst mit einer Evaluation im Jahr 2020, heißt es in der Stellungnahme für den Ausschuss.

(xity, AFP)


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