Gewässer in Düsseldorf wurden entschlammt

Maßnahme im Volksgarten und an der Buscher Mühle

Die Entschlammungen an den Gewässern im Volkgsgarten und an der Buscher Mühle gehen zu Ende.

Düsseldorf - In den vergangenen Monaten hat das Gartenamt aus den beiden Gewässern zusammen rund 3.500 Kubikmeter Schlamm auf insgesamt rund 12.000 Quadratmeter Fläche entnommen. Im so genannten Saugspülverfahren saugten Schwimmbagger Schlamm und Algen vom Grund der Gewässer ab. Das Sediment trocknete danach mehrere Wochen in großen geotextilen Schläuchen. Lastkraftwagen transportieren das Material jetzt in eine Wiederverwertungsanlage.

Der Abtransport an der Buscher Mühle erfolgt am Montag, 3. Mai 2021. Voraussichtlich werden die Arbeiten am selben Tag abgeschlossen. Im Volksgarten startet der Abtransport am Dienstag, 4. Mai 2021. Die Arbeiten dauern hier voraussichtlich sechs Tage. Während der Arbeiten ist mit Lkw-Verkehr in den Grünanlagen zu rechnen. Im Volksgarten richtet das Gartenamt anschließend die Baustellenfläche wieder her. Der Bauzaun bleibt noch bis zum Ende der Arbeiten stehen, um den neuen Rasen zu schützen.

Das Saugspülverfahren ist eine schonende und umweltfreundliche Methode zur Entschlammung, denn die Arbeiten geschehen ohne das Wasser ablassen zu müssen. Nötig war die Entschlammung der beiden Gewässer, weil die Gewässerökologie zuvor beeinträchtigt war. Die Ursache dafür liegt in der so genannten Eutrophierung - das ist eine übermäßige Nährstoffanreicherung, die häufig in stehenden Gewässern in Parkanlagen auftritt.

Infolgedessen steigt die Produktion organischer Biomasse, wie zum Beispiel Algen und Wasserpflanzen. Nach dem Absterben sinken sie auf den Grund. Dort kommt es zu Sauerstoffmangel. Die organischen Substanzen können nicht mehr durch aerobe Bakterien abgebaut werden. Am Gewässergrund entsteht eine Faulschlammschicht, die das ökologische System im gesamten Gewässer schädigt.