GEW bekräftigt Kritik an Länder-Tarifabschluss

Lehrer-Gewerkschaft erwartet Streiks

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat ihre Kritik an dem Tarifabschluss für die Angestellten des öffentlichen Dienstes der Länder bekräftigt.

Berlin - "Wir beraten jetzt über weitere Schritte", sagte GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke der "Passauer Neuen Presse". Bis Mitte des Jahres werde es "wohl" Streiks geben. Die Gewerkschaft dringt auf einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag für die angestellten Lehrer.

Gehrke betonte, lediglich der dbb-Beamtenbund habe das Angebot der Arbeitgeberseite angenommen und sei daher an die Friedenspflicht gebunden. Für die GEW gelte das nicht. Der dbb hätte dies nicht tun dürfen, kritisierte der GEW-Vertreter. "Wir fühlen uns vom Beamtenbund im Stich gelassen." Die nun getroffene Regelung bedeute eine "Zementierung der Unterschiede" zwischen den angestellten und den verbeamteten Lehrern.

In der Tarifauseinandersetzung standen sich die vier Gewerkschaften Verdi, dbb, GEW sowie GdP einerseits und die Tarifgemeinschaft der Bundesländer außer Hessen andererseits gegenüber. Beide Seiten einigten sich am Wochenende laut Verdi auf eine Entgeltsteigerung von im Schnitt 4,6 Prozent in den kommenden zwei Jahren. Bei der von der GEW geforderten Einigung auf einen Tarifvertrag für angestellte Lehrer und die Angleichung ihres Lohns an den der verbeamteten Kollegen gab es jedoch keine Einigung.

(xity, AFP)