20.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gesundheitsminister wollen Telemedizin voranbringen

Gesundheitsminister wollen Telemedizin voranbringen

GMK-Vorsitzende: Viele Patienten könnten profitieren

Die Gesundheitsminister der Länder wollen die Telemedizin in Deutschland voranbringen und dadurch die Patientenversorgung verbessern.

Berlin - In den Bundesländern gebe es bereits viele gute Modellprojekte, erklärte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK), die rheinland-pfälzische Ressortchefin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), zum Abschluss der Jahrestagung in Bad Dürkheim. Man müsse aber von zahlreichen Insellösungen hin zu einem bundesweit einheitlichen Vorgehen kommen. Die Minister beschlossen die Einsetzung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die eine Strategie für den weiteren Aufbau einer Telematikinfrastruktur erarbeiten soll.

Mit Hilfe der Telematik könnten künftig zum Beispiel Notfalldaten gespeichert und elektronische Arztbriefe oder Röntgenaufnahmen übermittelt werden. Die Telemedizin ermöglicht wiederum Gespräche zwischen Patient und Arzt per Computer. Die Telematik ist aber teilweise heftig umstritten, vor allem wegen des Datenschutzes.

Bätzing-Lichtenthäler erklärte, durch die Telemedizin könnten viele Patienten gerade in Flächenländern wie Rheinland-Pfalz die Zahl der Arzttermine verringern und mit technischer Unterstützung lange im eigenen Zuhause wohnen. "Wir dürfen den Anschluss an die internationale Entwicklung und die Chancen, die eine technikunterstützte Versorgung birgt, nicht verpassen", erklärte die GMK-Vorsitzende.

Die Minister sprachen sich zudem für eine bessere Schmerzversorgung aus. Jedes Krankenhaus sollte künftig eine qualifizierte und interdisziplinäre Versorgung schmerzkranker Menschen gewährleisten. Dazu sollen auf Bundesebene Qualitätskriterien entwickelt werden. Ferner forderten die Ressortschefs, die Palliativ- und Hospizversorgung zum Bestandteil der Regelversorgung zu machen. Auch bei der Neuordnung der Pflegeausbildung sollte die Palliativpflege stärker berücksichtigt werden.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH