16.06.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gesundheitsminister machen Druck bei Digitalisierung

Gesundheitsminister machen Druck bei Digitalisierung

Länderminister unterstützen Spahns Pläne für Masernimpfpflicht

Die Gesundheitsminister der Bundesländer fordern einen dringenden Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Leipzig - "Der Zugang zu digitalen Technologien muss sowohl Patienten als auch Leistungserbringern so leicht wie möglich gemacht werden", erklärte Sachsens Ressortchefin Barbara Klepsch (CDU) am Donnerstag zum Abschluss der Gesundheitsministerkonferenz in Leipzig. Diese dringt in einem Beschluss auf einfachere Verfahren, eine sinnvolle Vergütung und regionale Experimentierräume, um die Digitalisierung voranzubringen.

Unterstützung erhielt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für seine Pläne für eine verpflichtende Masernimpfung. Trotz der in Deutschland gestiegenen Impfquoten gegen die Masern komme es immer wieder zu Masernerkrankungen, von denen nicht nur Kinder sondern insbesondere auch junge Erwachsene betroffen seien, erklärten die Minister. Die Länder halten daher ergänzende Maßnahmen zur Schließung von Impflücken bei Erwachsenen für notwendig.

Auf Initiative Hamburgs wird die Gesundheitsministerkonferenz zudem eine gemeinsame Strategie zur Reduzierung des Zuckerkonsums in Deutschland erarbeiten. Zucker in Babynahrung sollte verboten werden, für Fertiglebensmittel und Getränke sollten zudem verbindliche Zuckerreduktionsziele festgelegt werden, erklärte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Sie befürwortete eine Zuckersteuer. Die höhere Besteuerung von Tabak und Alkopops habe gezeigt, dass damit der Konsum schnell und deutlich gesenkt werden könne.

Darüber hinaus forderten die Länderressortchefs das Bundesgesundheitsministerium auf, bis Ende 2019 eine bundeseinheitliche Regelung zur Schulgeldfreiheit für alle nichtakademischen Gesundheitsfachberufe vorzulegen. "Finanzielle Hürden, die den Zugang zu Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen erschweren, gehören abgeschafft", erklärte Klepsch. Einige Bundesländer brachten dies bereits auf den Weg. Es geht unter anderem um angehende Ergotherapeuten und Logopäden.

(xity, AFP)


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