Gesundheitsminister heben Impfpriorisierung für Astrazeneca auf

Impfangebot für Jugendliche ab zwölf Jahren bei Zulassung bis Ende August möglich

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben die Impfpriorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca komplett aufgehoben.

Berlin - "Bei Impfungen in Arztpraxen entscheiden Ärzte, wer wann geimpft wird", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag nach der Gesundheitsministerkonferenz in Berlin. Sie sollen entscheiden, mit welchem Impfstoff Patienten geimpft werden. Mit der Aufhebung solle die Impfkampagne optimiert und flexibler werden.

Spahn kündigte zudem an, dass allen Jugendlichen ab zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot gemacht werden könne, wenn der Impfstoff von Biontech von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen werde. Nach derzeitigem Stand sei die Zulassung für den Juni zu erwarten. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es im Juni die Zulassung gibt, ist sehr hoch, aber sie ist nicht bei 100 Prozent", sagte Spahn.

Weil die Erwartungshaltung sehr groß sei, wollen sich die Gesundheitsminister laut Spahn für die Zulassung vorbereiten. Die Länder sollen Konzepte erarbeiten, mit denen bis Ende August im Falle der Zulassung allen Jugendlichen ab zwölf Jahren ein Impfangebot gemacht werden könne. So soll beispielsweise sichergestellt werden, dass bis dahin genug Impfdosen zur Verfügung stehen.

(xity, AFP)