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Gesundheitskarte angeblich nicht von Hack betroffen

Bundesärztekammer: Patientendaten müssen geschützt sein

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) in Deutschland ist entgegen Befürchtungen der Ärzteschaft offenbar nicht von dem Geheimdienstangriff auf den Chip-Hersteller Gemalto betroffen.

Berlin - "Wir gehen davon aus, dass der Ausgabeprozess der eGK nicht betroffen ist", sagte eine Sprecherin der Betreibergesellschaft gematik in Berlin der Nachrichtenagentur AFP. "Es ergibt sich somit auch kein Risiko für das Projekt."

Die Bundesärztekammer hatte zuvor vor Gefahren für die Gesundheitskarte gewarnt. "Die bekannt gewordenen möglichen Sicherheitslücken im Produktionsprozess von SIM-Karten der Firma gemalto für den Mobilfunk müssen vollständig aufgeklärt werden, um insbesondere Sicherheitslücken für die elektronische Gesundheitskarte auszuschließen", erklärte der Vorsitzende des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer, Franz-Joseph Bartmann. "Individuelle Patientendaten brauchen einen vertrauenswürdigen Schutz, um den Kommunikationsanforderungen einer modernen medizinischen Versorgung gerecht zu werden."

In der vergangenen Woche hatte das Investigativ-Portal "The Intercept" berichtet, dass der US-Geheimdienst NSA und sein britisches Pendant GCHQ die Verschlüsselungscodes des führenden Sim-Karten-Herstellers Gemalto gestohlen hätten. Das Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden stellt Milliarden von Sim-Karten und andere Chipkarten zum Beispiel für Bankkarten her.

(xity, AFP)


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