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Gesund im Mund: Zähneputzen will gelernt sein

Zahngesundheit Aktionstage in der Erich-Kästner

Erwitte Grundschulschüler und Kindergartenkindern haben vom 8. bis 12. Oktober 2018, die Möglichkeit zu erfahren, was Karius und Baktus in ihrem Mund so alles anstellen können und wie sie das verhindern.

Kreis Soest - Die Kindergarten- und Schulkinder lernen in der Turnhalle der Schule auf spielerische Weise, wie richtiges Zähneputzen geht. Dazu hat sich das Team des Arbeitskreises Zahngesundheit und des Zahnärztlichen Dienstes des Kreises Soest mit den Zahnärztinnen Beata Maria Kusch und Jutta Cramer-Rummel sowie den Prophylaxefachkräften Martina König, Heike Prünte und Alyssa Florissen einiges einfallen lassen. Am Zuckertisch sehen die Kinder, dass Zucker gerne verstecken spielt und in vielen Lebensmitteln vorkommt. So sind beispielsweise in einer Packung Gummibären 60 Stücke, in der Orangenlimonade 18 Stücke und in einem Glas Schokocreme 67 Stücke Zucker. „Zucker dürft ihr schon mal essen, aber ihr müsst euch danach die Zähne putzen“, erklärt Zahnärztin Jutta Cramer-Rummel.

Mit einem Kariestunnel der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, der strahlende Gebisse in völliger Dunkelheit im schwarzen UV-Licht umherschweben lässt, haben die Kinder Gelegenheit, sich mit ihren Zähnen und Zahnbelegen auseinanderzusetzen. Gespannt, was sich in dem Kariestunnel befindet, lassen sie sich geduldig ihre Zähne mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit von Martina König und Alyssa Floissen bestreichen. Danach dürfen die Kinder hinter den schwarzen Vorhang treten. Der Tunnel ist mit Schwarzlicht beleuchtet und weckt sichtlich das Interesse der kleinen Besucher. „Jetzt schaut euch eure Zähne mal im Spiegel an“, fordern Martina König und Alyssa Florissen die Kinder auf. „Seht ihr? An den neongelben Stellen müsst ihr nochmal gut putzen.“ Zähne werden gefletscht, Zungen rausgesteckt und Grimassen geschnitten. Verständlich, leuchtet doch der Mund im Dunkeln sonst nicht so schön.

Kaum aus dem Tunnel raus, geht es schon zur nächsten Station: den Putzbrunnen. Hier gibt es eine kurze Anleitung mit Vorführung, wie Zähneputzen richtig funktioniert. Los geht es mit den Kauflächen, vom linken äußeren Backenzahn zum rechten äußeren Backenzahn und dann dasselbe nochmal mit der oberen Zahnreihe. Danach ist die Außenseite der Zähne dran. Für diesen Bereich hat die Prophylaxefachkraft Heike Prünte einen passenden Spruch parat: „Von rot nach weiß, immer im Kreis“, denn die kreisenden Bewegungen mit der Bürste sollen für Sauberkeit sorgen. Die Innenseiten der Zähne dürfen natürlich beim Putzen auch nicht vergessen werden.

Nach der Putzaktion dürfen die Kinder erneut durch den Kariestunnel gehen, um zu sehen, ob sie sich richtig die Zähne geputzt haben und die fluoreszierende Flüssigkeit komplett aus ihrem Mund verschwunden ist. Bei manch einem muss nachgeputzt werden, der Großteil kann aber stolz auf seine sauberen Zähne blicken. „Acht von zehn der 12-jährigen Kinder sind heute laut der deutschen Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2016 kariesfrei“, erläutert Zahnärztin Jutta Cramer-Rummel vom Kreisgesundheitsamt. Sie wertet dies als ein Zeichen dafür, dass sich die zahlreichen Maßnahmen des Zahnärztlichen Dienstes des Kreises in den Kindergärten und Grundschulen auszahlen und zur Zahngesundheit der jungen Kreisbewohner beitragen. Damit die Kindergarten- und Schulkinder auch zu Hause weiter fleißig drei Mal am Tag die Zahnbürste schwingen, gab es zum Schluss eine bunte Zahnbürste als Geschenk.


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