14.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gesetze gegen Zwangsprostitution geplant

Gesetze gegen Zwangsprostitution geplant

Gewerbeordnung für Bordelle soll verschärft werden

Noch in diesem Jahr will die große Koalition neue Gesetze gegen Zwangsprostitution auf den Weg bringen. Die Gewerbeordnung für Bordelle soll verschärft werden. Zudem sollen Zwangsprostituierte, die gegen ihre Freier aussagen, ein Aufenthaltsrecht bekommen.

Die große Koalition will noch in diesem Jahr neue Gesetz gegen Zwangsprostitution auf den Weg bringen. Dazu wollen Union und SPD die Gewerbeordnung für Bordelle verschärfen, wie die Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Nadine Schön (CDU), dem "Focus" sagte. "Es ist heutzutage schwerer, in Deutschland eine Pommesbude aufzumachen als ein Bordell", kritisierte sie. Zudem sollen Zwangsprostituierte, die gegen ihre Freier aussagen, ein Aufenthaltsrecht bekommen.

Die Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU), hatte Ende Januar im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP auch angekündigt, sich mit anderen Unionsfrauen dafür stark zu machen, das gesetzliche Mindestalter für Prostituierte von derzeit 18 auf 21 Jahre anzuheben. Es sei nicht verständlich, wenn im Strafrecht erst ab 21 nach Erwachsenenrecht geurteilt werde, bei Prostitution aber gesagt werde: "Mit 18 bist du volljährig". Für ein Mindestalter von 21 Jahren für Prostituierte hatte sich jüngst auch die CSU-Landesgruppe im Bundestag ausgesprochen.

SPD-Vize und Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hatte neue Gesetze gegen Zwangsprostitution als "eine der ersten Aufgaben" der schwarz-roten Regierung bezeichnet. Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, Frauen besser vor Menschenhandel und Zwangsprostitution zu schützen.

© 2014 AFP


Copyright 2018 © Xity Online GmbH