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Gertrud Neuhaus für "CityARTist" nominiert

Förderprogramm unterstützt Künstler ab 50 Jahren

Das NRW-Kultursekretariat hat mit „CityARTists“ erstmals ein Förderprogramm im Bereich Bildende Kunst ausgeschrieben. Beteiligt sind die Mitgliedsstädte des Kultursekretariats, darunter auch die Stadt Münster.

Münster - Über das Förderprogramm erhalten zehn ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus NRW jeweils einen Preis in Form eines Stipendiums in Höhe von 5000 Euro.

Die Ausschreibung richtete sich an professionelle Kunstschaffende über 50 Jahre, die in den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Installation und Performance arbeiten sowie ihren aktuellen Wohnsitz in einer der Mitgliedsstädte des NRW-Kultursekretariats haben. „Insbesondere auch einmal gezielt reifere Künstlerinnen und Künstler unterstützen und ihre Sichtbarkeit erhöhen zu wollen, ist eine großartige Zielsetzung dieses Programms“, sagt Kulturamtsleiterin Frauke Schnell. Weitere Voraussetzungen für die Teilnahme waren eine künstlerische Ausbildung (Hochschule, Akademie, Meisterklasse etc.) und/oder eine Reihe von Ausstellungen in Museen, Kunstvereinen oder Kunstinstitutionen.

Unter der Leitung des Kulturamts entschied sich die Jury in Münster - bestehend aus Candia Neumann (Künstlerin, Betreiberin des Atelierraums „no cube“ und stellvertretende Leiterin des Kultur- und Begegnungshauses Kap. 8), Monika Schäfer-Althoff (Kulturbeauftragte des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster/LVM) sowie Kunstblogger Kai Eric Schwichtenberg (Retrospektiven) – einstimmig für die Nominierung der Künstlerin Gertrud Neuhaus. Nach der Vorauswahl der Mitgliedsstädte vergibt eine zweite Jury unter Leitung des NRW-Kultursekretariats unter den 20 nominierten Künstlerinnen und Künstlern schließlich die zehn Stipendien. Die Preisverleihung ist für Oktober 2020 vorgesehen.

Im Werk von Gertrud Neuhaus spielt die Poetik des Alltäglichen eine wichtige Rolle. Dazu zählen die Brüche, Untiefen, Skurrilitäten und Absonderheiten des Lebens. Was wir im schnellen Vorübereilen meist unbeachtet lassen, hält Gertrud Neuhaus in ihrer Kunst fest. In ihren Arbeiten nähern sich Realität und Konstruktion, Wahrnehmung und Fiktion als vermeintliche Gegensätze einem Wendepunkt, der Erfahrungen und Erwartungen als ebenso entscheidende wie individuelle Kräfte einbezieht. Diese selbstbewusste und sehr persönliche, aber eben auch fragile und allgemeingültige Annäherung an mögliche Konstruktionen von Alltag und Wahrheit haben die Jury überzeugt, Gertrud Neuhaus aus insgesamt 27 Bewerbern und Bewerberinnen für das Förderprogramm „CityARTists 2020“ zu nominieren. 


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