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Germanwings-Absturz: Frau gab sich als Angehörige aus

Als vermeintliche Cousine an Absturzort gereist

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich soll eine Frau sich fälschlicherweise als Angehörige ausgegeben und auf Lufthansa-Kosten an die Absturzstelle gereist sein.

Berlin - Die Vorwürfe seien dem Unternehmen bekannt, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft auf Anfrage. Laut einem Bericht der "Halterner Zeitung" soll sich die Frau als Cousine einer Lehrerin des dortigen Gymnasiums ausgegeben haben, die bei dem Absturz ums Leben kam.

Die Frau aus Beverungen in Ostwestfalen habe sowohl die Unglücksstelle bei Seyne-les-Alpes als auch die Gedenkstätte in Le Vernet besucht und dort psychologische Hilfe in Anspruch genommen, berichtete das Blatt. Der Vater der Lehrerin aus Haltern hatte sich demnach an die Zeitung gewandt. Die Frau habe in keinerlei Verbindung zu seiner verstorbenen Tochter gestanden. Sie sei weder eine Angehörige noch eine Freundin oder Bekannte.

In dem in Frankreich abgestürzten Germanwings-Airbus saßen 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums aus Haltern in Nordrhein-Westfalen. Bei dem Unglück am 24. März waren 150 Menschen ums Leben gekommen. Der Copilot der Germanwings-Maschine, Andreas L., steht im Verdacht, den Flugkapitän aus dem Cockpit ausgesperrt und dann das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.

Lufthansa will nach Angaben des Unternehmenssprechers den Vorwürfen gegen die Frau, die sich als Angehörige ausgegeben haben soll, nun nachgehen und behält sich auch rechtliche Schritte vor. "Wir bedauern sehr, dass die Trauer gestört wurde", sagte der Sprecher. In der Ausnahmesituation sei nur die Plausibilität von Angaben geprüft worden.

(xity, AFP)


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