17.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gericht bestätigt Büroverbot für dreibeinige Hündin

Gericht bestätigt Büroverbot für dreibeinige Hündin

Tier soll Arbeitsabläufe und Mitarbeiter gestört haben

Eine Mitarbeiterin einer Werbeagentur ist auch im zweiten Anlauf mit dem Versuch gescheitert, ein Büroverbot für ihre dreibeinige Hündin "Kaya" gerichtlich zu Fall zu bringen.

Düsseldorf - Wie zuvor bereits das Arbeitsgericht bestätigte auch das Landesarbeitsgericht Düsseldorf das Hausverbot für den Hund im Büro. Der Mischlingshund habe in der Vergangenheit Arbeitsabläufe in der Werbeagentur gestört, urteilte das Landesarbeitsgericht mit Hinweis auf die Beweisaufnahme in der Vorinstanz. Auch hätten Kollegen der Hundebesitzerin sich "subjektiv bedroht und gestört" gefühlt.

Der Arbeitgeber hatte das Büroverbot für die Hündin unter anderem damit begründet, dass das Tier ein gefährliches soziales und territoriales Verhalten zeige. So knurre die Hündin andere Mitarbeiter der Werbeagentur an, die sich deshalb nicht mehr in das Büro der Hundebesitzerin trauten. Darüber hinaus gehe von der Hündin eine Geruchsbelästigung aus.

Dagegen hatte die Klägerin schon in der ersten Instanz vergeblich geltend gemacht, dass ihr Hund niemanden bedrohe. Auch verstoße seine Verbannung aus dem Büro gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, denn andere Mitarbeiter der Agentur dürften ihre Hunde zur Arbeit mitbringen.

Das Landesarbeitsgericht sah hingegen keinen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Vielmehr stellten die von dem Hund ausgehe Störung anderer Mitarbeiter und der Arbeitsabläufe einen "sachlichen Grund für die Änderung der bisherigen Praxis" durch den Arbeitgeber dar. Die Revision ließ das Gericht nicht zu.

(xity, AFP)


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