20.10.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Gericht bestätigt Abflugroute von Hauptstadtflughafen

Gericht bestätigt Abflugroute von Hauptstadtflughafen

Route des BER führt über Autobahn und zwei Städte

Gegner der neuen Flugrouten vom zukünftigen Hauptstadtflughafen BER sind erneut vor Gericht gescheitert.

Berlin - Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschied, dass eine der Abflugrouten von der sogenannten Südbahn rechtmäßig ist. Gegen sie hatten die brandenburgischen Städte Wildau und Königs Wusterhausen sowie mehrere Privatpersonen geklagt.

Das kritisierte Abflugverfahren, das für den Betrieb gen Osten von der Südbahn vorgesehen ist, führt entlang der Autobahn A 10 und zwischen den Stadtzentren von Wildau und Königs Wusterhausen hindurch, erklärte das Gericht. In beiden Städten wohnen zusammen etwa 43.000 Menschen. Laut dem Gericht hat sich das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung bei der Festlegung der Abflugroute "im Rahmen seines Gestaltungsspielraums" gehalten.

Eine von den Klägern vorgeschlagene Alternativroute wies das Gericht zurück, weil diese "zu einer erhöhten Komplexität bei der sicheren und geordneten Abwicklung des Flugverkehrs" führe. Das Gericht sah die Kläger durch die Abflugroute "nicht von unzumutbarem Lärm betroffen". Weitere Beanstandungen wegen der Umweltverträglichkeit und der Beachtung des Planungsrechts wurden ebenfalls zurückgewiesen. Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen.

Die Flugrouten für den BER waren bereits mehrfach Gegenstand von Klagen. In fünf Fällen waren die Klagen ganz oder teilweise erfolglos. Zuletzt war die Gemeinde Ludwigsfelde vor Gericht gescheitert. In einem andren Verfahren war die Flugroute über den Müggelsee bestätigt worden. Wann der Flughafen BER eröffnet wird, ist aber weiterhin unklar.

(xity, AFP)


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