23.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Geplante Rentenreform bremst offenbar Rentenerhöhungen

Geplante Rentenreform bremst offenbar Rentenerhöhungen

Vorteile für einige Rentner für übrige Senioren teuer

Die geplante Rentenreform wird dem "Handelsblatt" zufolge für viele Rentner teuer.

Berlin - Die höheren Altersbezüge für langjährig Versicherte sowie Mütter müssten die übrigen Rentner in Form geringerer Altersbezüge mitbezahlen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Demnach gingen einem Rentner, der heute 1500 Euro monatlich erhält, ab 2016 Rentenzuwächse im Wert von gut 240 Euro pro Jahr verloren.

Dem Bericht zufolge könnten Rentner nach einem Plus von 2,8 Prozent im Jahr 2014 eigentlich in den beiden kommenden Jahren mit Zuwächsen von 3,55 und 3,2 Prozent rechnen. Wegen der Rentenreform fielen diese aber mit plus 2,45 und 2,98 Prozent deutlich bescheidener aus.

Umgekehrt bringt die Erweiterung der Mütterrente den Betroffenen laut "Handelsblatt" weniger als von der Regierung angegeben. "Mütter, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben, erhalten pro Kind und Jahr über 300 Euro mehr Rente", heißt es demnach im Internet auf der Werbeplattform des Bundesarbeitsministeriums zur Rentenreform. Tatsächlich müssten die Mütter einen Teil davon aber selbst bezahlen, zitiert das Blatt den IfW-Experten Alfred Boss. Das Rentenplus falle daher zum Teil fast hundert Euro geringer aus.

(xity, AFP)


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