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Gedenktafel für Karlrobert Kreiten enthüllt

Tafel auf dem Südfriedhof installiert

Zur Erinnerung an den von den Nationalsozialisten ermordeten Düsseldorfer Ausnahmepianisten wurde am Freitag, 27. September 2019, eine Gedenktafel auf dem Südfriedhof enthüllt.

Düsseldorf - Kreiten, der in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee getötet wurde, hat kein Grab. Bei dem Grab, an dem nun die Tafel installiert wurde, handelt es sich um die Familiengrabstätte, in der auch der Vater Theo Kreiten bestattet liegt.

Bei der Enthüllung sprachen der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Manfred Windfuhr sowie der Düsseldorfer Musikwissenschaftler Karsten Lehl. Anwesend waren auch der Neffe von Karlrobert Kreiten, Gilbert von Studnitz (Kalifornien/USA), mit seiner Familie sowie Musikerinnen und Musiker des Orchesters der Landesregierung.

Am morgigen Samstag, 28. September 2019, veranstaltet dieses Ensemble ein Gedenkkonzert, das um 20.00 Uhr in der Tonhalle stattfinden wird. Gespielt wird die Uraufführung einer "Fantasie für Klavier und Orchester" von Theo Kreiten, Karlroberts Vater. Er war in Düsseldorf an der Robert-Schumann-Musikhochschule als Dozent und Komponist tätig.

Die Handschrift dieser Komposition tauchte zufällig im Notenarchiv des Orchesters der Landesregierung auf. Solist ist der diesjährige Preisträger des Karlrobert-Kreiten-Klavierwettbewerbs der Musikhochschule Köln, Philippe Scheucher. Zudem spielt das Orchester das Concertino von Szpilman, des Komponisten, dessen Leben Roman Polanski in "Der Pianist" verfilmt hat, sowie Tschaikowskis 5. Symphonie.


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