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Gauck empfiehlt Kommissar Schimanski als Vorbild

Bundespräsident wünscht sich Innovationskraft im TV

Bundespräsident Joachim Gauck empfiehlt den deutschen Fernsehmachern, sich ein Vorbild an "Tatort"-Kommissar Schimanski zu nehmen.

Marl - "Die Macher hatten bei der Erfindung des Kommissars Schimanski Mut", sagte Gauck bei der Verleihung des Grimme-Preises in Marl laut Redetext. "Sie hatten Mut, die Zuschauer mit einer völlig neuen Polizistengestalt zu konfrontieren, neue Geschichten zu erfinden, in authentische Milieus zu gehen."

Für ihn sei Schimanski ein Beispiel für Innovationskraft, sagte der Bundespräsident. "Wenn eine Sache gut durchdacht und gut gemacht ist, dann lassen sich die Menschen auch auf neue Töne, neue Bilder, neue Geschichten ein." Gauck verwies in seiner Rede auch auf den Beschluss der Stadt Duisburg, eine ihrer Straßen in "Horst-Schimanski-Gasse" umzubenennen.

Mut und langen Atem wünsche er sich auch für politische Magazine, sagte Gauck. "Wir brauchen selten den atemlosen Gestus der Empörung, aber andauernd den unbestechlichen Blick aus freiheitlicher und demokratischer Überzeugung", sagte er. Was er sich für das Fernsehen wünsche, wünsche er sich vom gesamten Land: "Mehr Mut beim Blick über die Tellerränder, mehr Innovationen!"

Der Grimme-Preis gilt als bedeutendste Auszeichnung für das Fernsehen in Deutschland. Er wird am Abend zum 50. Mal vergeben.

(xity, AFP)


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