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Gartenamt: Baumkontrollen laufen

Es werden keine gesunden Bäume gefällt

Das Gartenamt fällt keine gesunden Bäume. Jeder durch den Sturm Ela am Pfingstmontag beschädigte Baum wird einzeln geprüft.

Düsseldorf - Es wird alles getan, um gesunde und vitale Bäume zu erhalten. Darauf weist das Gartenamt hin, weil viele Menschen bei den Mitarbeitern nachfragen, ob beschädigte Bäume wirklich weichen müssen oder nicht doch erhalten werden können. Viele Bäume haben Äste oder ganze Teile ihrer Krone eingebüßt, die akuten Gefahrenstellen wurden sofort beseitigt. Nun werden von den städtischen Gärtnern und den beauftragten Fachbetrieben die losen, abgebrochenen und gedrehten Äste entfernt, die immer noch in den Baumkronen hängen.
Alle Bäume im Stadtgebiet werden von den zertifizierten Baumkontrolleuren des Gartenamtes überprüft. Nach einem Sturm ist das eine Pflichtaufgabe. Der Baumkontrolleur muss sich ein objektives Bild von der statischen Situation der Bäume machen, um weitere Schäden zu vermeiden. Es dürfen keine gesunden und unbeschädigten Bäume aus übertriebener Vorsicht gefällt werden.
Bei der Kontrolle zeigt sich aber den Fachleuten, ob der Baum "angeschoben" ist. Das hört sich für den Laien nicht dramatisch an, ein angeschobener Baum stellt aber eine große Gefahr dar. Durch den enormen Winddruck hat sich der Baum kaum merklich geneigt, die Wurzeln haben sich gelöst, sind vielleicht sogar gerissen. Schon ein leichter Windstoß kann dann solch einen Baum zu Fall bringen. Diese äußerlich gesund wirkenden Bäume müssen gefällt werden. Das ist sehr schmerzlich und für Baumfreunde nur schwer nachzuvollziehen. Leider können diese Bäume nicht gerettet werden. Andere Bäume haben große Teile der Krone eingebüßt. Die Kontrolleure schauen sich die Schadbilder sehr genau an. Ist die Statik noch gewährleistet, dann wird ein Pflegeschnitt durchgeführt. Die Krone wird von Baumpflegern zurückgeschnitten. Dieser Rückschnitt dient dem langfristigen Erhalt des Baumes.
Ein Baum kann sich auf Winddruck einstellen, er weicht mit seinen beweglichen Ästen dem Wind förmlich aus. Plötzlich auftretende Sturmböen kann der Baum aber nur schwer kompensieren. Manche Bäume haben den Sturm scheinbar äußerlich unbeschadet überstanden, sie haben aber Risse davon getragen. Diese Risse kann man nur schwer erkennen, die Rinde ist intakt, das Holz innerhalb der Rinde beschädigt. Erst wenn der Baumpfleger seine Arbeit aufgenommen hat und den erforderlichen Pflegeschnitt ausführt, erkennt er den Bruch. In diesen Fällen hilft kein Pflegeschnitt, der Baum muss weichen.
Manche Baumfreunde wollen auch liebend gern einen durch den Sturm geknickten Baum mit einem Kran einfach wieder aufrichten lassen. Das funktioniert laut den Experten im Gartenamt nicht. Denn schaut man sich die umgestürzten Bäume genauer an, dann sieht man sehr schnell, dass starke Haltewurzeln abgerissen sind. Krone und Wurzeln müssen bei jedem Baum im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Man sagt oft, der Wurzelbereich ist ähnlich angelegt, wie die Baumkrone. Wurzeln haben drei wesentliche Aufgaben zu erfüllen, sie geben dem Baum Standfestigkeit – verwurzeln ihn im Boden – versorgen den oberirdischen Teil des Baumes mit Nährstoffen und speichern diese auch. Ohne Wurzeln oder mit geschädigten Wurzeln kann ein Baum nicht leben.

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