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Gabriel: Parteichef muss sich Kanzlerkandidatur zutrauen

SPD-Vorsitzender lässt Entscheidung aber weiter offen

SPD-Chef Sigmar Gabriel lässt die Frage nach der Kanzlerkandidatur der Sozialdemokraten für die Bundestagswahl 2017 weiter offen.

Berlin - "Jeder Vorsitzende einer großen Partei muss sich für geeignet halten, auch Kanzler unserer Republik zu werden", sagte Gabriel allerdings der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Sonst sollte er nicht Vorsitzender werden."

Der SPD-Chef stellte jedoch auch klar, dass es in dieser Sache keinen Automatismus gebe. "Wenn es bessere Kandidaten gibt", sollte ein Parteichef "auch den Mut haben, die eigenen Ambitionen zurückzustellen". Eine Entscheidung werde die SPD erst dann treffen, wenn es an der Zeit sei. Sonst gebe es 2016 das ganze Jahr einen vorgezogenen Bundestagswahlkampf.

Inhaltlich kündigte Gabriel an, er wolle seinen Kurs ungeachtet des schlechten Wahlergebnisses bei seiner Wiederwahl als Parteichef konsequent fortsetzen. "Am Ende sind 75 Prozent für das Richtige besser als 100 Prozent für das Falsche", sagte er mit Blick auf sein Abschneiden auf dem SPD-Parteitag im Dezember. Gabriel wird von SPD-Linken ein zu wirtschaftsfreundlicher Kurs vorgeworfen. Auch werden ihm die anhaltend schwachen Umfragewerte der Partei angelastet.

(xity, AFP)


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