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Gabriel: Kanzlerkandidat der SPD steht nicht vor Anfang 2017 fest

Mitgliederbefragung bei mehreren Anwärtern könnte "mobilisierenden Effekt" haben

Der SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl wird nicht vor Anfang 2017 feststehen.

Berlin - Das kündigte Parteichef Sigmar Gabriel am Sonntag im ARD-Sommerinterview im "Bericht aus Berlin" an. Auf einem Parteitag am 29. Mai soll der Kandidat dann vorgestellt werden. "Anfang 2017 reicht", sagte Gabriel. Zunächst müsse die SPD darüber reden, "was für die Menschen in Deutschland gut ist, und dann den Kandidaten benennen".

Zu der Möglichkeit, dass es auch mehrere Anwärter auf die Kandidatur geben könnte, sagte der SPD-Chef: "Wenn es stimmen würde, dass es in der SPD mehr als einen gibt, wäre das glaube ich gut." Dann gäbe es eine Mitgliederbefragung, was einen "sehr mobilisierenden Effekt" hätte. Zu diesem Zweck habe die SPD ihre Satzung geändert, alle Mitglieder könnten dann abstimmen.

SPD-Vize Olaf Scholz, der neben EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als möglicher Anwärter gehandelt wird, hatte zuvor im Deutschlandfunk gesagt: "Ein Parteivorsitzender ist immer ein guter Kanzlerkandidat." Zugleich sagte Scholz, es sei "nichts Schlechtes, dass man das allgemein mehreren Männern und Frauen in der Führung der deutschen Sozialdemokratie zutraut."

(xity, AFP)


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