Gabriel für Parteiausschlussverfahren gegen Edathy

SPD-Chef: Mit den Grundsätzen der Partei gebrochen

SPD-Chef Sigmar Gabriel will den Parteiausschluss des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy vorantreiben.

Berlin - "Ich bin überzeugt, dass Sebastian Edathy der SPD und ihrem Ansehen schwer geschadet hat. Wer meint, dass Kinderpornografie ein Kavaliersdelikt ist, der hat mit den Grundsätzen der SPD gebrochen", sagte Gabriel der in Koblenz erscheinenden "Rhein-Zeitung".

Harsch kritisierte Gabriel, dass Edathy bei der Einstellung des Kinderpornographie-Verfahrens gegen eine Geldbuße so wenig Reue gezeigt habe. "Er hat monatelang so getan, als sei er das Opfer. Er ist Täter", sagte der SPD-Vorsitzende. Wer solche Bilder herunterlade, mache sich "mitschuldig daran, dass die Vergewaltigung von Kindern zum Geschäftsmodell wird".

Der Kinderpornographie-Prozess gegen den früheren Bundestagsabgeordneten Edathy war in der vergangenen Woche gegen eine Geldauflage von 5000 Euro eingestellt worden. Edathy war vorgeworfen worden, bei sechs Gelegenheiten verbotene Bild- und Videodateien aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Hinzu kamen der Besitz der CD und des Bildbands.

(xity, AFP)