Fußball-Fest vor genau zehn Jahren

Erinnerung an Frauenfußball-WM 2011

An den Spielort Wolfsburg der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft vor zehn Jahren erinnert das Stadtmuseum im M2K mit einer neuen Präsentation im Museumsfoyer.

Wolfsburg - An den Spielort Wolfsburg der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft vor zehn Jahren erinnert das Stadtmuseum im M2K mit einer neuen Präsentation im Museumsfoyer. Erster Stadtrat Dennis Weilmann, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur, Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm und Sammlungskurator Dr. Arne Steinert stellten sie am Freitag vor und dachten zurück an das größte Sportereignis des Jahres 2011. Vom 26. Juni bis 17. Juli dauerte damals das Turnier, bei dem Wolfsburg als einziger norddeutscher Spielort im Blick der Weltöffentlichkeit stand. Mit zahlreichen Werbe- und Fanartikeln, Fotos und Plakaten weckt nun das Stadtmuseum die Erinnerung an das Fest des Frauenfußballs.

Mexiko – England 1:1, Brasilien – Norwegen 3:0 und Schweden – USA 2:1 lauteten die Paarungen und Resultate der Gruppenspiele in der für die WM so genannten „Arena im Allerpark Wolfsburg“. Dazu kam das Viertelfinale Deutschland – Japan, das für die mit Titel-Ambitionen ins Turnier gegangenen deutschen Fußballerinnen mit der 0:1-Niederlage in der Verlängerung leider ein unglückliches Ende nahm. Gleichwohl zog das WM-Büro für Wolfsburg eine durchweg positive Bilanz: Rund 100.000 Zuschauer*innen verfolgten die vier Spiele in der Arena, etwa 60.000 Gäste aus dem In- und Ausland ließen sich von der bunten Atmosphäre der Fan-Meile auf der Porschestraße begeistern und über 10.000 Fans sahen die vier Spiele der deutschen Mannschaft beim Public Viewing. Auch ein reichhaltiges Begleitprogramm aus Kulturveranstaltungen von Ausstellungen über Poetry Slam und Figurentheater bis hin zum WM-Fest mit Feuerwerk und Lasershow fand sein Publikum. Für Wolfsburg, so waren sich die Organisator*innen einig, bedeutete die Rolle als WM-Gastgeber*in einen nachhaltigen Imagegewinn. Großen Anteil hatten daran auch die über 280 Volunteers, ehrenamtliche Helfer*innen aus sieben Ländern, die den Gästen mit Rat und Hilfe zur Seite standen. „Die Tage der WM waren eine großartige Zeit“, erinnert sich Dennis Weilmann, damals Leiter des Wolfsburger WM-Büros. „Wolfsburg hat sich von seiner besten Seite gezeigt: mit reibungsloser Organisation und als sympathische, weltoffene Gastgeberstadt für Mannschaften und Fans.“

Großveranstaltungen dieser Art sind wichtig für das Bild einer Stadt nach außen, aber auch für die Selbstwahrnehmung der Stadt durch die Bürger*innen. „Daher ist es selbstverständlich für das Stadtmuseum, Objekte, die mit solchen Anlässen in Verbindung stehen, zu bewahren und auszustellen, denn natürlich sind auch diese Events Teil der Stadtgeschichte“, erläutert Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm. In den Tagen der Fußball-EM der Männer erinnert man sich noch lieber daran, dass vor genau zehn Jahren auch Wolfsburg Teil eines internationalen Fußball-Großereignisses war.

Die „WM-Vitrine“ ist bis auf weiteres im Stadtmuseum zu sehen. Es ist bei freiem Eintritt Donnerstag und Freitag von 14.00 - 17.00 Uhr, Samstag von 13.00 - 18.00 Uhr und Sonntag von 11.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln.