14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Freilaufender Hund tötet am Egelsberg ein Schaf

Freilaufender Hund tötet am Egelsberg ein Schaf

Erneuter Verstoß gegen Naturschutzrichtlinien

Erneut hat ein freilaufender Hund ein Tierleben gekostet. Auf dem Egelsberg hat ein "Australien Shepherd" in der vergangenen Woche aus einer Schafsherde ein Tier getötet und vier weitere verletzt.

Krefeld - Ein Zeuge hatte beobachtet, wie der Hund unangeleint auf dem umzäunten Gebiet die Schafe gehetzt und mehrere Tiere gebissen hat. Der Hundehalter habe zwar versucht, seinen Hund zurückzurufen, was ihm aber nicht schnell genug gelungen war. Er entfernte sich danach vom Ort des Geschehens, ohne sich um die verletzten Tiere zu kümmern. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 02151 6340 entgegen. Auf den Hundehalter kommt ein strafrechtliches Verfahren zu.
Auf dem Egelsberg gelten, wie in allen Naturschutzgebieten, verschärfte Verhaltensregeln. Erkennbar sind Naturschutzgebiete an den grün-weißen, auf dem Kopf stehenden, Dreiecksschildern mit der Aufschrift "Naturschutzgebiet“. In allen Naturschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Deshalb gelten dort generell eine Anleinpflicht für Hunde, das Verbot, Wege zu verlassen, Flächen außerhalb der Wege zu betreten oder zu befahren und außerhalb der ausgewiesenen Reitwege zu reiten. Neben den dort tätigen Landschaftswächtern sind in den Naturschutzgebieten aktuell auch die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes unterwegs, um verstärkt Kontrollen durchzuführen. Bei Feststellung eines Verstoßes gegen die Regelungen können Verwarnungen mit einem Verwarngeld bis 35 Euro, bei vorsätzlichen oder wiederholten Verstößen ein Bußgeld von mindestens 75 Euro verhängt werden.
Auch in Wäldern und Parks sind frei laufende Hunde eine Gefahr, gerade für den Nachwuchs von Wildtieren. Deswegen bittet der Fachbereich Grünflächen alle Hundehalter dringend darum, ihre Vierbeiner auch dort anzuleinen. "Streuner“ bringen zum Beispiel Hasen und Kaninchen, die ihre Jungen zur Welt gebracht haben, sowie Enten, Fasane und andere Bodenbrüter in Panik. Wenn von der Leine gelassene Hunde Jungtiere und Nester aufstöbern, werden sie – selbst wenn sie nicht bissig sind und den Tieren nicht weiter gefährlich werden – zum Schock für die Tiere, die sich in diesem Zustand häufig selbst verletzen.

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