14.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Frauen bei Spitzenjobs in Regierung schwach vertreten

Frauen bei Spitzenjobs in Regierung schwach vertreten

Drei Viertel der neu besetzten Jobs haben Männer

Frauen sind in den Führungsetagen der schwarz-roten Bundesregierung deutlich unterrepräsentiert.

Berlin - Von den 143 Spitzenjobs, die seit dem Amtsantritt des neuen Kabinetts vergeben wurden, sind nur 35 an Frauen gegangen, wie es in einer AFP vorliegenden Regierungsantwort auf eine Anfrage der Grünen heißt. 108 Spitzenposten wurden mit Männern besetzt. Dazu gehören verbeamtete Staatssekretäre, Abteilungsleiter und Pressesprecher. Zuvor hatte der Berliner "Tagesspiegel" über die Regierungsantwort berichtet.

"Weniger als ein Viertel der Top-Jobs in den Bundesministerien ist seit der Bundestagswahl mit Frauen besetzt worden", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Katja Dörner. "Bei Gleichstellung und Frauenförderung klaffen der öffentlich bekundete Anspruch der Bundesregierung und das tatsächliche Handeln in den eigenen Ministerien offenkundig meilenweit auseinander."

Zudem bringe die von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) geplante Neufassung des Gleichstellungsgesetzes deutliche Rückschritte bei der Frauenförderung in den Bundesbehörden. "Nach außen wird Gleichstellung gepredigt, nach innen werden die rechtlichen Grundlagen eingeschränkt, gegen die Benachteiligung von Frauen vorzugehen", kritisierte Dörner weiter. Die aktuellen Besetzungszahlen zeigten, "dass wir mehr statt weniger Frauenförderung auch in den Ministerien brauchen".

(xity, AFP)


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