Forderungen nach Ehrung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan

Veteranenverband plädiert für "Zeichen der Wertschätzung"

Nach der Rückkehr der letzten Bundeswehrsoldaten hält die Debatte um die angemessene Würdigung ihres Einsatzes an.

Berlin - Der Veteranenverband forderte eine öffentliche Ehrung vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. "Die Veranstaltung sollte in einem öffentlichen Raum stattfinden - da kommt nur die Wiese vorm Reichstagsgebäude in Betracht", sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Einsatzveteranen, Bernhard Drescher, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Samstag.

Der für die Ehrung bislang vorgesehene Bendlerblock am Verteidigungsministerium fasse zu wenige Besucher, sagte Drescher. Dort werde nur "eine kleine Öffentlichkeit Einblick" nehmen können. Doch es gehe darum, dass die Politik "ein Zeichen der Wertschätzung an die Soldaten und in die Gesellschaft hinein sendet". Deshalb müsse es eine "große Veranstaltung und ein würdiges Gedenken der Gefallenen" geben.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Siemtje Möller, unterstützte den Vorstoß. "Ich finde die Idee gut, das vor dem Reichstagsgebäude zu machen, weil wir eine Parlamentsarmee haben", sagte Möller den RND-Zeitungen. Zudem habe der Einsatz sowohl die Bundeswehr als auch den Bundestag im Umgang mit den Einsätzen verändert.

Die bisherigen Planungen des Verteidigungsministeriums sehen eine Ehrung am 31. August im Bendlerblock vor, dem Sitz des Verteidigungsministeriums in Berlin. Ende Juni waren die letzten Bundeswehr-Soldaten aus Afghanistan nach Deutschland zurückgekehrt. Die Bundeswehr war seit 2001 in dem Land im Einsatz.

(xity, AFP)