Flexi-Rente wird bislang kaum in Anspruch genommen

Nur wenig Anträge seit Einführung 2017

Die 2017 eingeführte "Flexi-Rente" hat einem Bericht zufolge nur wenig Interesse geweckt.

Berlin - Die Zahl der Altersteilrenten im Bestand der Rentenversicherung ist zwischen dem Jahresende 2016 und dem Jahresende 2017 lediglich von 4309 auf 7188 gestiegen, wie die Düsseldorfer "Rheinische Post" am Donnerstag unter Berufung auf die Deutsche Rentenversicherung mitteilte.

Zum 1. Juli 2017 waren die Hinzuverdienstgrenzen für die Teilrente deutlich verbessert worden. Dadurch sollte ein flexiblerer Übergang vom Erwerbsleben in die Rente möglich werden. Der geringe Anstieg der in Anspruch genommenen Teilrenten bis Ende 2017 deutet aber darauf hin, dass sie auch nach der Verbesserung der Hinzuverdienstmöglichkeiten unattraktiv geblieben sind.

Die Reform war von der großen Koalition in der vorangegangenen Legislaturperiode beschlossen worden. Die zuvor geringen und starren Hinzuverdienstgrenzen wurden durch großzügigere Regeln ersetzt. Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze einen Teil seiner Rente mit Abschlägen beziehen und den anderen Teil seines Lebensunterhalts mit Selbstverdientem bestreiten möchte, kann davon 6300 Euro im Jahr behalten.

Von den darüber hinausgehenden Einkünften werden 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Zugleich sollte mit der Neuerung das Weiterarbeiten nach Erreichen des Rentenalters attraktiver werden. Dafür wurde festgelegt, dass die von den Arbeitgebern abgeführten Beiträge höhere Rentenansprüche der Beschäftigten bewirken - wenn diese auch Beiträge zahlen.

(xity, AFP)