Fit für das Gesundheitssystem der Zukunft

Bundesgesundheitsminister Gröhe besuchte die HN

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat am Donnerstag, 02. Oktober 2014, die Hochschule Niederrhein besucht.

Krefeld - Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Vizepräsidentin Prof. Dr. Saskia Drösler und Fachbereichsdekan Prof. Dr. Benno Neukirch stellten Studierendenzahlen und Forschungsprojekte des Fachbereichs vor.

Derzeit studieren 926 junge Menschen am Fachbereich Gesundheitswesen. Sie können dort unter den Studiengängen Health Care Management, eHealth und Angewandte Therapiewissenschaften wählen. Ziel der Ausbildung ist die Heranbildung einer Schnittstellenkompetenz, wie Dekan Prof. Dr. Benno Neukirch hervorhob: "Wer bei uns studiert hat, soll an den Schnittstellen der Medizin zum Management und zur Informationstechnik ausgebildet werden. Diese Fähigkeiten sind im Gesundheitssystem der Zukunft gefragt.“

Auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe blickte in seinem Vortrag über die Entwicklung des Gesundheitssystems in den nächsten fünf Jahren nach vorne: "Wir müssen die informationstechnischen Möglichkeiten für die medizinische Versorgung der Menschen stärker nutzen. Dazu benötigen wir sowohl eine entsprechende Infrastruktur, als auch gut ausgebildete Fachkräfte. Mit dem Studiengang eHealth leistet die Hochschule Niederrhein einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Telemedizin.“

Oberbürgermeister Gregor Kathstede freute sich über den Besuch des Ministers in der Seidenstadt. "Die Gesundheitsregion Krefeld ist hervorragend aufgestellt – und der Fachbereich Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein leistet dazu einen wertvollen Beitrag.“

Angetan zeigte sich Gröhe von den zahlreichen Forschungsprojekten am Fachbereich. So ist der Fachbereich beispielsweise bei dem Thema "Messung der medizinischen Behandlungsqualität auf der Grundlage von Daten aus der Krankenhausabrechnung“ in nationale und internationale Forschungsaktivitäten eingebunden. Prof. Dr. Sylvia Thun, die jüngst von der Gesellschaft für Informatik zu einem von 39 "Deutschlands digitalen Köpfen“ ernannt wurde, war jetzt auch im Rahmen des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 erfolgreich. Schon seit einigen Monaten arbeitet sie mit ihrem Team daran, eine einheitliche Sprache in der Medizin zu etablieren. Bei dem EU-Projekt "Assessing SNOMED CT for Large Scale eHealth Deployments in the EU“ geht es um die Frage, ob es aus ökonomischer Sicht sinnvoll ist, europaweit eine einheitliche Medizinsprache einzuführen. Die Hochschule Niederrhein führt dazu ein Konsortium von 15 internationalen Partnern an.


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