26.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Firmenrenten müssen nicht immer gleich berechnet werden

Firmenrenten müssen nicht immer gleich berechnet werden

Arbeiter und Angestellte werden ungleich behandelt

Die Betriebsrenten von Arbeitern und Angestellten muss nicht immer genau gleich berechnet werden.

Berlin - Eine Ungleichbehandlung ist zulässig, wenn damit an anderer Stelle bestehende Ungleichheiten ausgeglichen werden sollen, wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied.

Es bestätigte damit ein sogenanntes Gesamtversorgungssystem eines Unternehmens im Rheinland. Gesamtversorgung bedeutet, dass der Arbeitgeber die gesetzliche Rente auf ein bestimmtes Gesamtniveau aufstockt. Im Streitfall ist der betriebliche Versorgungsteil allerdings gedeckelt. Dabei hängt die jeweilige Obergrenze von einem "Grundbetrag" ab, der für Angestellte höher ist als für gewerbliche Arbeitnehmer. Ein Busfahrer hielt dies für ungerecht und klagte.

Wie nun das BAG entschied, ist die Ungleichbehandlung aber zulässig. Arbeiter hätten durch Zuschläge, etwa für Schicht- und Nachtarbeit, höhere Einkommen als Angestellte derselben Vergütungsgruppe. Dadurch hätten sie höhere gesetzliche Renten. Dies solle durch die unterschiedlichen "Grundbeträge" ausgeglichen werden, so dass Arbeiter und Angestellte derselben Vergütungsgruppe im Ergebnis eine vergleichbare Gesamtversorgung bekommen.

(xity, AFP)


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