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Finale der Deutsche Meisterschaft 2014

"90 Prozent reichen nicht"

Am kommenden Sonntag, 8. Juni 2014, kommt es zum großen Showdown in der Tischtennis Bundesliga.

Düsseldorf - In der mit 3.500 Zuschauern ausverkauften Frankfurter Fraport-Arena stehen sich im Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit Borussia Düsseldorf und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell die unbestritten besten Teams der Saison gegenüber. Für den Rekordmeister wäre es der 26. Titel in diesem Wettbewerb, Fulda darf derzeit noch von der ersten Meisterschaft in der Vereinshistorie träumen.
Schon vor Beginn des Endspiels steht fest, dass es einen neuen Meister geben wird. Vorjahressieger SV Werder Bremen ist im Kampf um die Titelverteidigung schon vorzeitig ausgeschieden und hat als Tabellenfünfter den Sprung auf die Play-off-Plätze verpasst. Dagegen hat Finalist Fulda eine glänzende Saison gespielt und sich nur zwei Niederlagen gegen Ochsenhausen in der Hinrunde und gegen Grenzau am vorletzten Spieltag erlaubt.
Die Borussia startete durchwachsen in die Saison, leistete sich in Hin- und Rückrunde jeweils zwei Niederlagen, wurde gegen Ende der Spielzeit aber immer besser. Besonders Timo Boll wurde in Richtung Mannschafts-WM immer stärker und leistete sich bei den beiden Play-off-Halbfinalsiegen gegen Frickenhausen keine Niederlage, genau wie Kamal Achanta, der sich sehr auf das Endspiel freut. "Es wäre schon etwas Großes für mich – ein Kerl aus Indien gewinnt die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft."
Bis dahin ist es noch ein hartes Stück Arbeit. In den beiden Ligaspielen gegen Fulda ging die Borussia jeweils als Verlierer aus der Halle. Aber als es in dieser Saison schon einmal um einen wichtigen Titel ging - im Endspiel um den Pokal - war die Truppe von Danny Heister auf den Punkt fit und konzentriert. "Für uns sind auch die Erfahrungen der letzten Jahre wichtig. Wir haben bereits einige Finals gewonnen – Wir sind Borussia Düsseldorf und werden natürlich unser Bestes geben, um auch diesen Titel zu holen", so der Niederländer.
Auch Timo Boll sieht sein Team am Sonntag in der Favoritenrolle - vorausgesetzt, alle bleiben gesund. "Wir fahren mit breiter Brust nach Frankfurt und haben absolut keine Lust, dieses Finale zu verlieren. Das verlorene WM-Finale ist mir noch gut in Erinnerung. Endspiele zu verlieren macht nicht so viel Spaß. Trotzdem müssen wir gegen Fulda 100 Prozent unserer Leistung abrufen. 90 Prozent reichen nicht."
Eine besondere Brisanz gewinnt das Duell durch die bevorstehenden Spielerwechsel zur kommenden Saison. Die Noch-Düsseldorfer Patrick Baum und Christian Süß tragen in der neuen Spielzeit das Trikot der Hessen, dagegen wechselt deren jetziger Nationalspieler Patrick Franziska "im Gegenzug" an den Rhein. Baum glaubt jedoch nicht, dass dies seine Leistung in irgendeiner Weise beeinflussen wird. "Natürlich ist das eine spezielle Situation, aber wir werden alle konzentriert sein und für unseren Verein das Beste geben.“ Augenzwinkernd fügt er hinzu: "Ich mache das auf jeden Fall, ich weiß ja nicht, wie das bei Patrick Franziska aussieht.“
Spieler und Zuschauer dürfen sich auf einen hochklassigen Tischtennis-Tag in der Fraport-Arena in Frankfurt-Höchst freuen, die bereits seit Tagen ausverkauft ist. Manager Andreas Preuß: "Die lange Vorbereitungszeit war für die Organisation fantastisch – die Arena ist ausverkauft, das Medieninteresse gigantisch. Auch aus der Sicht unserer Spieler kommt das Finale eigentlich gerade recht, sie sind voll im Saft. Das Feld ist gerichtet, der Tisch ist gedeckt – jetzt müssen wir nur noch essen.“

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