Feuerwehr Düsseldorf zieht Bilanz zum Jahr 2015

Zahlen, Daten und Fakten vorgestellt

Die Feuerwehr hat jetzt ihren Bericht mit dem Titel "Zahlen, Daten, Fakten 2015" vorgestellt. Mit mehr als 130.000 Alarmierungen hatten die Retter im vergangenen Jahr viel zu tun.

Düsseldorf - Dabei stellten die Mitarbeitenden von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie von den Hilfsorganisationen ihre Leistungsfähigkeit und Professionalität erneut unter Beweis. "Die Broschüre 'Zahlen, Daten, Fakten 2015' von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz zeigt die Bilanz einer schlagkräftigen, modernen und für die Zukunft gut aufgestellten Feuerwehr. Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz stellen ein hoch motiviertes Team. An 365 Tagen stehen die Einsatzkräfte rund um die Uhr bereit. Die Frauen und Männer gehen für die Menschen in der Stadt, wenn es darauf ankommt, im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer", betonte Feuerwehrdezernentin Helga Stulgies bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes.

Von den 133.761 (2014: 139.478) Alarmierungen entfielen 123.747 (2014: 119.200) auf die Einsätze im Rettungsdienst. Darunter 47.642 (2014: 44.331) Krankentransporte und 76.105 (2014: 74.869) Fahrten zu Notfallpatienten. "Die Zahlen für Krankentransporte und Fahrten zu Notfallpatienten erreichen damit den Höchststand seit Einführung der Statistik im Jahr 1902", erklärte die Feuerwehrdezernentin. Die Notärzte wurden im Berichtsjahr zu 16.651 (2014: 17.504) Notfällen von den Feuer- und Rettungswachen aus alarmiert.

Für die Feuerwehr erfasste der Einsatzleitrechner 10.014 Alarmierungen: Davon 3.190 (2014: 3.226) Brandeinsätze ? darunter 1.046 Wohnungsbrände, 114 Fahrzeugbrände, 92 Wald- und Bodenfeuer und 22 Großbrände. Weiterhin mussten die Feuerwehrleute 4.520 (2014: 11.920) Technische Hilfeleistungen bewältigen. Dazu gehören zum Beispiel die Rettung von Menschen bei 109 (2014: 105) Verkehrsunfällen, die Beseitigung von 940 Ölspuren (2014: 831), 623 (2014: 679) Tierrettungseinsätze und 797 (2014: 8.276) Gefahrenbeseitigungen von Sturmschäden und Wasseransammlungen nach Unwettern. Darüber hinaus fielen 2.304 (2014: 2.358) sonstige Einsätze an. Dazu zählen zum Beispiel die Tragehilfe in engen Treppenräumen oder in unwegsamem Gelände sowie der Einsatz von Drehleiterfahrzeugen zum Patiententransport für den Rettungsdienst und Kampfmittelfunde. "An der Einsatzbilanz ist zu erkennen, dass Düsseldorf gewachsen ist und auch viele Menschen aus dem Umland dort ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Hinzu kommen viele Besucher der Landeshauptstadt. Das alles spiegelt sich ebenfalls in den Einsatzzahlen wider", sagte Feuerwehrchef Peter Albers.

Die Disponenten der Leitstelle nahmen 2015 insgesamt 331.434 (2014: 341.102) Telefonanrufe entgegen. Darunter 172.720 Notrufe (2014: 200.372), die über die Notrufnummer 112 eingingen. Ein Anrufer musste im Durchschnitt rund 5,1 Sekunden (2014: 5,4) warten, bis ein Disponent frei war und das Gespräch annehmen konnte. "Im Jahresdurchschnitt bearbeiteten die Feuerwehrmitarbeiter rund alle vier Minuten einen Einsatz an den Einsatzleitplätzen. Seit der Sperrung der Notrufnummern 110 und 112 für die Mobiltelefone ohne SIM-Karten gingen die Anrufe seit 2013 spürbar zurück", erklärte Arvid Graeger, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr und Rettungsdienst, die Veränderung der Bilanz der Leitstelle.

Der 24-Stunden-Tagesdienstplan sieht 150 Führungs- und Feuerwehrmitarbeiter, Rettungsassistenten und Spezialeinsatzkräfte vor. Insgesamt arbeiten im Amt 949 (2014: 967) Mitarbeiter, davon 19 Frauen. 40 (2014: 45) junge Leute waren noch in der Feuerwehr-Ausbildung, davon sechs in der Werkstatt. 26 (2014: 25) Verwaltungsbeamte und 63 (2014: 58) tariflich Beschäftigte arbeiten im Hintergrund und sorgen dafür, dass der komplexe "Feuerwehrapparat" auf Hochtouren läuft. In der eigenen Zentralwerkstatt, die zum Beispiel alle Wartungsarbeiten an den 371 Fahrzeugen ausführt, wurden sechs angehende Mechatroniker ausgebildet. Den größten Teil des Mitarbeiterstamms stellen die 814 (2014: 832) Feuerwehrbeamten.