16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Festival Temps D'Images

Festival Temps D'Images

Performances und Visual Arts im "tanzhaus nrw"

An den beiden Wochenenden 8./9. und 15./16. Januar findet wieder das Festival "Temps D'Images" (Zeit der Bilder) im "tanzhaus nrw" statt.

Fünf Produktionen präsentieren Performances, Installationen und andere Formate, die Tanz, Visual Arts und neue Technologien miteinander verbinden. Zu Gast sind in diesem Jahr unter anderen Hiroaki Umeda, Chris Haring, Choy Ka Fai und Gisle Martens Meyer.

Die Performance-Installation "Introspective" versteht sich als Ausstellung, in der Tänzer - ausgestattet mit Sensoren - Einblicke in ihr Bewusstsein, ihre Emotionen und Gedanken geben, die während des choreografischen Prozesses entstehen. Choy Ka Fai, Medienkünstler und ehemaliger Stipendiat am Berliner Künstlerhaus Bethanien, sucht nach Visualisierungen für die oftmals unerklärten oder unerklärbaren Vorgänge, die beim Tanz entstehen (am 8. Januar, 18 und 21.30 Uhr - 9. Januar, 17 Uhr; Studio 6, Eintritt frei).

Das junge interdisziplinäre Kollektiv Xenorama, zu dem unter anderen Marcel Bückner, Absolvent der Hochschule Düsseldorf, zählt, präsentiert die interaktive audiovisuelle Installation "Kinetic Stream" zur erweiterten Wahrnehmung von Bewegung. Die Arbeit ist Teil des Forschungsprojekts "The People's Smart Sculpture", gefördert durch das Programm Creative Europe der Europäischen Union (am 8./9. Januar, 18 Uhr - 15./16. Januar, 19 Uhr; Foyer, Eintritt frei).

Der japanische Allroundkünstler Hiroaki Umeda präsentiert die deutsche Erstauführung seiner Stücke "Intensional Particle" und "split flow". Dabei verbindet er Tanz, Visual Arts und Sounddesign auf immer wieder faszinierende Weise. In "Intensional Particle" macht er mittels Bewegungssensoren die energetische Kraft der Bewegung sichtbar. Bei "split flow", ursprünglich als Installation für das renommierte Van Abbemuseum in Eindhoven konzipiert, arbeitet er mit Laserlicht und beschäftigt sich mit der Dualität von Dynamik und Statik (8./9. Januar - 20 Uhr).

Gisle Martens Meyer, Multimedia-Artist, Grenzgänger und Tüftler aus Norwegen, ist zu Gast mit einer Soloversion seines Konzerts "The Bow Corpse", das er ursprünglich für das zwölfköpfige Orchester BIT20 aus Norwegen komponierte. Mittels einer speziellen Software greift er einzelne Töne auf und überträgt sie in Live-Visuals, die an große Schwärme erinnern. Was ihn insbesondere interessiert, sind die Misstöne - "sonic trash", wie er es nennt. Zusammengefasst und in Bilder übertragen, entfalten sie eine ganz eigene Dynamik und Bedeutung. So nähert er sich dem Themenfeld von Datenverarbeitung, Social Media und Privatsphäre an (9. Januar - 21.30 Uhr).

Die Company Liquid Loft um den österreichischen Choreografen Chris Haring kommt mit dem ersten Teil der neuen Performance-Reihe "Imploding Portraits Inevitable" ins "tanzhaus nrw". In "Shiny, shiny..." konfrontiert er den allgegenwärtigen Zwang zur Selbstoptimierung und die mit dem Smartphone in die Welt getragene Reproduktion mit dem Avatar aus den Sixties: Andy Warhols dreiminütige Close-ups von Prominenten, Drag Queens, Models, Kritikern, Kuratoren, Kunstsammlern und Literaten, die in der legendären New Yorker "Factory" dafür posierten. Aus Warhols Event-Reihe "Exploding Plastic Inevitable" ist bei Chris Haring ein geradezu implodierendes Anti-Spektakel geworden (15./16. Januar - 20 Uhr).


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