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FDP-Politiker Kubicki prüft Strafanzeige gegen Oppermann

"Staatsanwaltschaft muss auch gegen BKA-Chef ermitteln"

In der Affäre um den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy hat der Vize-Vorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, ein Ermittlungsverfahren auch gegen SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann gefordert.

In der Affäre um den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy hat der Vize-Vorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, ein Ermittlungsverfahren auch gegen SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann gefordert. Er selbst werde eine Strafanzeige gegen Oppermann prüfen, sagte Kubicki der "Nordwest-Zeitung" vom Samstag. Oppermann habe mitgeteilt, "wie einfach es ist, einfach zum Telefon zu greifen, den Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) anzurufen und von ihm geheime Informationen zu erhalten". Oppermann habe sich damit strafbar gemacht, sagte Kubicki: Er habe BKA-Chef Jörg Ziercke angestiftet, Dienstgeheimnisse zu offenbaren.

Auch gegen Ziercke müsse die Staatsanwaltschaft ermitteln, forderte Kubicki. Oppermann hatte sich nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit Ziercke die Information bestätigen lassen, dass Edathys Name bei Ermittlungen im Ausland aufgetaucht sei. Ziercke erklärte allerdings im Gegenzug, er habe sich die Darstellung von Oppermann in dem Telefonat "angehört, aber Herrn Oppermann diese weder bestätigt noch Informationen zum Sachverhalt mitgeteilt". Die Hannoveraner Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben gegen Edathy wegen Vorwürfen "im Grenzbereich" zur Kinderpornografie.

© 2014 AFP


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