FDP-Chef Lindner hält sich bei Koalitionen alle Optionen offen

Liberaler sieht aber inhaltlich größte Nähe zur Union

FDP-Chef Christian Lindner hat sich nach der Bundestagswahl alle Optionen für eine Beteiligung an einer künftigen Regierungskoalition offen gehalten.

FDP-Chef Christian Lindner hat sich nach der Bundestagswahl alle Optionen für eine Beteiligung an einer künftigen Regierungskoalition offen gehalten. "Demokratische Parteien sollten nie ausschließen zu reden", sagte Lindner am Sonntagabend im ZDF. "Die größten inhaltlichen Übereinstimmungen" sehe er aber mit der Union und nicht mit der SPD, die sich nach Hochrechnungen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg bei der Bundestagswahl liefern.

Die FDP kam bei der Bundestagswahl nach Hochrechnungen von ARD und ZDF auf 11,6 bis 11,7 Prozent. Sie könnte damit neben den Grünen entscheidend für das Zusammenkommen einer Ampel-Koalition unter SPD-Führung oder einer Jamaika-Koalition unter der Union sein.

Mit Blick auf eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP sagte Lindner, es müsse jetzt geklärt werden, "ob sich alle Beteiligten fair darin wiederfinden können". Er war nach der Wahl 2017 nach wochenlangen Gesprächen aus solchen Verhandlungen ausgestiegen. Der FDP-Chef schloss auch dieses Mal nicht aus, dass seine Partei am Ende Nein sagen könnte. Wenn aber Gutes bewirkt werden könne, "dann darf man die Regierung des Landes nicht anderen überlassen."

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