18.10.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Fast jeder zweite Studiengang ist zulassungsbeschränkt

Fast jeder zweite Studiengang ist zulassungsbeschränkt

Numerus clausus an Unis im Osten seltener

Knapp die Hälfte aller Studiengänge in Deutschland ist mittlerweile zulassungsbeschränkt.

Gütersloh - Mit einem Numerus clausus (NC) sind 45,5 Prozent der Studiengänge belegt, wie eine in Gütersloh veröffentlichte Studie des "Centrums für Hochschulentwicklung" (CHE) ergab. Im Osten gibt es allerdings deutlich weniger Beschränkungen.

Die Hochschulen reagieren mit den Zulassungsbeschränkungen offenbar häufig auf die rasant steigende Zahl an Studenten. Seit dem Jahr 2005 stieg die Zahl der Studienanfänger laut CHE um fast die Hälfte (42,7 Prozent). "Die Bundesländer mit den größten Zuwächsen an Studierenden haben auch die meisten Zulassungsbeschränkungen", erklärte CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele.

Die Beschränkungen sind innerhalb der Bundesländer sehr unterschiedlich. So liegen alle ostdeutschen Bundesländer unter dem Bundesdurchschnitt. Die geringste Quote weist Thüringen mit 26,2 Prozent auf. Allerdings sind die Anteile auch in den westdeutschen Flächenländern Schleswig-Holstein (28,0 Prozent) und Rheinland-Pfalz (29,4 Prozent) vergleichsweise niedrig. Rund zwei Drittel aller Studiengänge sind dagegen in den Stadtstaaten Berlin (64,8 Prozent), Hamburg (68,2 Prozent) und Bremen (69,5 Prozent) zulassungsbeschränkt.

Insgesamt ist bundesweit etwa jeder zweite Bachelor-Studiengang und rund jeder dritte Master-Studiengang mit einem NC belegt. An den Fachhochschulen liegt der Anteil der Beschränkungen mit 49,5 Prozent etwas höher als an den Universitäten (43,7 Prozent). Unter den Fächergruppen hat der Bereich der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 53,7 Prozent die höchste NC-Quote.

(xity, AFP)


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