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Fast 30 Verletzte bei Fährunfall vor Amrum

Schiff rammt Hafenpier

Das Fährschiff "Adler-Express" rammte beim Anlegen mit dem Bug den Anleger des Hafens von Wittdün auf Amrum. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

Husum - Bei einem Fährunfall vor der Nordseeinsel Amrum sind fast 30 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Zwei Passagiere hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten, als das Fahrgastschiff "Adler Express" vermutlich wegen eines technischen Defekts die Hafenpier gerammt habe, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei im schleswig-holsteinischen Husum. Außerdem gab es vier Schwer- und 21 Leichtverletzte.

Auch die Reederei sprach von einem technischen Defekt während des Anlegemanövers im Hafen von Wittdün. Die "Adler Express" befand sich nach Polizeiangaben mit 233 Fahrgästen auf dem Weg von der Hallig Hooge nach Wittdün. Darunter waren auch Schulklassen. Das Schiff verkehrt im Pendelbetrieb zwischen Häfen und Inseln im Wattenmeer. Die Linie ist bei Urlaubern beliebt.

Der Polizei zufolge hatte der Kapitän sein Schiff nicht wie geplant abbremsen können, sodass es mit einer Geschwindigkeit von rund acht Knoten (etwa 15 Stundenkilometer) gegen die Hafenanlage fuhr. Durch den plötzliche Aufprall stürzten viele Passagiere. Sieben Rettungshubschrauber wurden auf die Insel entsandt, um die Verletzten auszufliegen und auf verschiedenen Kliniken auf dem Festland zu verteilen.

Ein ähnlicher Unfall hatte sich bereits im September 2012 im Hafen von Wittdün ereignet. Damals war die Maschine eines Fahrgastschiffs beim Anlegen aufgrund eines verstopften Kraftstofffilters ausgefallen, die manövrierunfähige Fähre war ebenfalls gegen die Pier geprallt. 30 Kinder wurden dabei leicht verletzt.

(xity, AFP)


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