Fans packen bei Sanierung der Grotenburg mit an

Initiative mit 450 Helferinnen und Helfern

Eine Gruppe von rund 450 Fans des KFC Uerdingen will bei der Sanierung des Stadions kräftig mit anpacken.

Krefeld - Die Stadt Krefeld hat eine entsprechende Initiative der „Grotenburg Supporters" aufgegriffen und unterstützt. Nachdem rechtliche und organisatorische Hürden ausgeräumt waren, sollen die freiwilligen Einsätze auf der Baustelle schon Anfang Juni beginnen. „Dieses Engagement der Fans geht weit über das rein Symbolische hinaus. Für die Stadt hat der Einsatz einen hohen ideellen, aber auch materiellen Wert. Ein Stadion, das mit der Hilfe der Fans saniert wird, ist ein besseres Stadion", erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer.

Auch der KFC Uerdingen zeigt sich „stolz, dankbar und beeindruckt", wie Pressesprecher André Schahidi formuliert. Gerade in der jetzigen Zeit erzeuge die Aktion der Fans eine echte Aufbruchsstimmung, betont der KFC-Sprecher: „Wir können jetzt positiv mit allen Beteiligten in die Zukunft blicken." Das gilt umso mehr, wenn am Samstag, 22. Mai, das entscheidende Drittliga-Spiel in Mannheim den ersehnten Klassenerhalt bringt. Der Oberbürgermeister glaubt jedenfalls fest daran: „Wenn es drauf ankommt, haben die Uerdinger sich immer durchgesetzt." Er überreichte als Glücksbringer für das Spiel einen Wimpel der Stadt Krefeld, der nun mit der Mannschaft nach Mannheim fährt.

Umplanungen sind zu 100 Prozent abgeschlossen
Die Sanierung des Stadions wird unabhängig von der künftigen Ligazugehörigkeit des KFC Uerdingen in die Tat umgesetzt. Wie Rachid Jaghou, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements, erklärt, sind nach dem finalen Ratsbeschluss vom März alle Umplanungen zu 100 Prozent abgeschlossen. Wenn die Baugenehmigung und die Förderzusage vorliegen, werden die einzelnen Gewerke ausgeschrieben. „Wir rechnen mit einem Baubeginn im September und einem Abschluss der Arbeiten im April 2022", sagt Rachid Jaghou. Die Gesamtkosten für die Sanierung in Höhe von 16,3 Millionen Euro werden sich nach seiner Schätzung durch den Einsatz der Fans um einen niedrigen sechsstelligen Betrag reduzieren.

„Wir hatten gleich nach dem ersten Kontakt zu der Initiative ein richtig gutes Gefühl und haben versucht, den Einsatz unbürokratisch zu ermöglichen", betont Rachid Jaghou. Etwa 20 freiwillige Helfer können gleichzeitig auf der Baustelle tätig sein. Zunächst sollen sie unter anderem Pflaster abräumen und Zäune und Geländer demontieren. Das Bildungszentrum für das Baugewerbe (BZB) unterstützt die Stadt Krefeld bei der Schulung und Unterweisung der ehrenamtlichen Helfer.

Viele der Helfer sind "vom Fach"
Viele der „Grotenburg Supporters" sind allerdings ohnehin vom Fach: In ihren Reihen finden sich Straßen- und Kanalbauer, Bauleiter, Monteure, Stahlbetonbauer, Dachdecker, Tischler, Schlosser, Maurer, Maler, Sanitärtechniker und weitere Handwerker. „Wir freuen uns einfach, dass wir der Stadt und dem KFC Uerdingen jetzt tatkräftig helfen können. Krefeld braucht den Profifußball", sagen Martin Kühr und Marius Savic, die dem sechsköpfigen Leitungsteam der Initiative angehören. Die Bauhelme und Warnwesten für ihre Einsätze, werbewirksam bedruckt mit dem Logo der „Grotenburg Supporters", liegen jedenfalls schon bereit. Die Sanierung der Grotenburg geht jetzt in ihre entscheidende Phase - und die Fans sind mittendrin statt nur dabei.