14.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Fanmeilen zum Deutschland-Sieg wieder gerammelt voll

Fanmeilen zum Deutschland-Sieg wieder gerammelt voll

Regen in Berlin hält Fans nicht vom Feiern ab

Hunderttausende Menschen haben den Sieg der DFB-Elf gegen die USA erneut in Public-Viewing-Zonen mitverfolgt.

Berlin - Gut gefüllte Public-Viewing-Zonen, Jubelstimmung und die Hoffnung auf ein neues Sommermärchen: Hunderttausende Fans haben bis in die Nacht den Einzug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Achtelfinale gefeiert. Mit der wachsenden Hoffnung auf den WM-Titel für die deutsche Mannschaft setzen die Veranstalter rechtzeitig zur K.o.-Runde in Brasilien weiter auf großen Zulauf.

"Es war proppenvoll. Wir sind zufrieden", sagte Sprecherin Anja Marx von der Berliner Fanmeile. Selbst ein heftiger Regenguss hielt die Fans nicht ab, erneut kamen mehrere Zehntausend, um den Siegtreffer von Thomas Müller (55.) gegen die USA in der größten Fanzone Deutschlands zu feiern.

Nach Angaben der Veranstalter sollen an den drei Spieltagen der Vorrunde insgesamt schon rund eine Million Besucher zur Straße des 17. Juni in der Hauptstadt gekommen sein. Andere Schätzungen fielen allerdings nicht so hoch aus. Fakt ist aber: Sollte die Nationalelf weiter siegen, wird das Interesse weiter steigen. Auch zum Achtelfinale gegen Algerien am Montag (22.00 Uhr) soll es auf der 30.000 Quadratmeter großen und 700 Meter langen Fanmeile wieder voll werden.

Auch im kultigen WM-Wohnzimmer in der Alten Försterei feierten 12.000 Fans in schwarz-rot-gold und machten Berlin endgültig zur Public-Viewing-Hauptstadt. In keiner anderen deutschen Metropole strömen derart so viele Fans zum "Rudelgucken".

Gefeiert wurde aber auch andernorts: Knapp 45.000 strömten bei angenehmen 20 Grad auf das Heiligengeistfeld in Hamburg. Das waren allerdings weniger als noch beim vergangenen Spiel gegen Ghana. Die frühe Anstoßzeit hätte bei vielen Arbeitnehmern das Kommen verhindert, sagte eine Sprecherin.

Erstmals bei dieser WM nahm auch Hamburgs Erster Bürgermeiser Olaf Scholz teil, allerdings in der abgetrennten VIP-Zone. "Hamburg ist eine sportbegeisterte Stadt. Das sieht man hier - ich finde es klasse, dass sich so viele zum gemeinsamen Public Viewing treffen", sagte Scholz. Ab dem Achtelfinale werden auf der zentralen Partymeile der Hansestadt bis auf eine Ausnahme sämtliche WM-Spiele gezeigt. Das Achtelfinale am späten Samstagabend zwischen Kolumbien und Uruguay kann allerdings nicht gezeigt werden, weil dann vor Ort der legendäre Schlagermove ins Rollen kommt.

Zehntausende verfolgten das Duell auch in Frankfurt und München wieder auf Großbildleinwänden. Dabei blieb es wie schon bei den vorigen Spielen überwiegend ruhig. Auch die Berliner Polizei zog ein positives Fazit. Es sei zu keinen nennenswerten Vorfällen gekommen. "Die Fanmeile ist ausgelastet, aber es ist nichts Besonderes passiert", sagte eine Sprecherin nach dem Spiel.

Gemeinsam wurde der Achtelfinaleinzug des DFB-Teams und der USA unter anderem in Berlin-Kreuzberg und in Köln gefeiert. Die US-Botschaft und das Generalkonsulat in Düsseldorf hatten dazu eingeladen. Auch in den USA selbst erfreut sich das gemeinsame Fußball-Erlebnis immer größerer Beliebtheit, und so erlebten Tausende in Washington die letztlich folgenlose Niederlage des Teams von Trainer Jürgen Klinsmann.

(xity, AFP)


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