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Fall Peggy nach Fund von Skelett womöglich vor Aufklärung

Rechtsmedizin gleicht DNA-Material mit sterblichen Überresten ab

Der Fall der seit 15 Jahren verschwundenen Peggy aus dem fränkischen Lichtenberg steht womöglich vor der Aufklärung.

Gera - Ein Pilzsammler entdeckte in einem etwa 15 Kilometer von Peggys Heimatort entfernt im benachbarten Thüringen liegenden Waldstück Skelettreste, die nun von der Rechtsmedizin untersucht werden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera am Montag sagte und damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks bestätigte.

Ein Ergebnis der in Jena seit Sonntag stattfindenden rechtsmedizinischen Untersuchungen der sterblichen Überreste werde noch im Laufe des Tages erwartet, sagte der Sprecher. Dabei würden die gefundenen Skelettreste mit DNA-Material von Peggy abgeglichen. Dass es sich um ein Kinderskelett handle, lasse sich nicht ausschließen.

Der Fall Peggy gehört zu einem der spektakulärsten Fälle verschwundener Kinder in Deutschland der vergangenen Jahre. Die damals Neunjährige war am hellichten Tag spurlos verschwunden. In einem Indizienprozess wurde 2004 ein geistig behinderter Nachbar des Mädchens wegen Mords zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach anhaltenden Zweifeln an der Täterschaft des Manns wurde der Prozess neu aufgerollt, 2014 endete der Fall mit einem Freispruch. Zwischenzeitlich hatte die Polizei erhebliche Anstrengungen unternommen, um nach Peggy zu suchen.

(xity, AFP)


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